Gold, Barren

Geld krisensicher anlegen: So geht’s

Von • 13. August 2020 • ServiceComments (0)1850

Es mag absolut keine Rolle spielen, ob man eine größere Summe investieren will oder per Sparplan Monat für Monat ein Vermögen aufbauen möchte: Wichtig ist, dass man ein paar Tipps und Tricks berücksichtigt, um am Ende keine böse Überraschung erleben zu müssen – und dazu gehört unter anderem auch, dass man darauf achtet, wie „krisensicher“ das Geld angelegt worden ist. Denn neben der Frage, wie hoch die mögliche Rendite ist, mag auch jene Frage berechtigt sein, wie hoch das Risiko sein mag, das man eingeht.

Vor allem hat die Coronakrise eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sehr wohl nichtvorhersehbare Krisen einen kaum zu einschätzenden Einfluss auf Aktienmärkte wie Edelmetalle haben können. Befanden sich die Aktienmärkte noch zu Beginn des Jahres 2020 auf einem Rekordniveau, so folgte wenige Wochen später eine Talfahrt.

Dass die Nullzinspolitik selbst die sicherheitsorientierten Sparer dazu bringt, einen Blick in Richtung Aktien zu werfen, mag der eindrucksvolle Beweis sein, dass hier seit Jahren keine Gewinne mehr mit Sparbuch und Co. möglich sind. Wer heute beispielsweise 1.000 Euro auf seinem Sparbuch liegen hat, muss der Wahrheit ins Gesicht blicken, dass diese 1.000 Euro nach einem Jahr nur noch einen Wert von rund 990 Euro haben – denn immer dann, wenn die Inflation höher als der Zinssatz sind, verliert das Geld an Wert.

Eyemaxx

Investiert man jedoch in Aktien, so kann eine entsprechend attraktive Rendite erzielt werden – vor allem dann, wenn man langfristig investiert. Natürlich sollte man sein Geld nicht in eine einzige Aktiengesellschaft stecken, sondern darauf achten, eine entsprechende Diversifikation aufzubauen. Das heißt, in mehrere Aktiengesellschaften investieren, die sich in verschiedenen Branchen wie Ländern aufhalten.

Denn wer sein Geld auf unterschiedliche Branchen aufteilt, der kann bereits im Vorfeld branchenspezifische Risiken wie Krisen reduzieren – würde man sein gesamtes Geld nur in den Technologiesektor pumpen, so könnte eine Tech-Krise für einen enormen Verlust sorgen. Wird nebenbei aber noch in Nachhaltigkeit, Immobilien wie Gesundheit investiert, so können Verluste, beispielsweise ausgelöst durch die Tech-Krise, abgefedert werden.

Besonders interessant mag der börsengehandelte Indexfonds sein. In diesem Fall investiert man sein Geld in einen nachgebildeten Markt – beispielsweise in den DAX, das ist der deutsche Aktienindex. In diesem Index befinden sich die 30 stärksten Aktiengesellschaften der Bundesrepublik. Das heißt, das Ersparte entwickelt sich genauso gut (oder schlecht) wie der deutsche Aktienmarkt.

Die Vorteile? Hier besteht von Anfang an eine sehr breite Streuung, zudem ist kein hohes Budget erforderlich und man muss keine Angst vor hohen Gebühren haben – da der Markt nachgebildet wird, muss kein Fondsmanager bezahlt werden, der im Hintergrund die Fäden zieht. Der Nachteil? Man wird nie besser als der Markt abschneiden.

Mit einem Sparplan kann man so auf lange Sicht ein attraktives Vermögen aufbauen. Denn wer Monat für Monat einen bestimmten Betrag investiert, der bekommt dafür manchmal etwas mehr Anteile, dann wieder etwas weniger Anteile – letztlich entsteht so durch den Cost Average Effekt eine attraktive Rendite.

Neben Aktien gibt es auch noch Edelmetalle sowie den Kryptomarkt. Der Kryptomarkt kann jedoch nur risikoaffinen Anleger wie Sparern empfohlen werden – wer etwa schon einmal über Bitcoin Profit spekuliert hat, der weiß, dass der Markt extrem volatil ist. So kann der Preis des Bitcoin auf einmal nach oben schießen, dann jedoch wieder abstürzen. Das ist auch der Grund, warum nur frei zur Verfügung stehendes Geld in den Kryptomarkt fließen sollte.

Eine Alternative mag auch Gold sein. Aufgrund der Tatsache, dass Gold eine klassische Krisenwährung ist, mag man hier während einer Krise sogar zu den Gewinnern gehören.

Jedoch darf man nicht vergessen, dass ein Investment in Gold keine zusätzlichen Gewinne mit sich bringt – während der Aktionär etwa noch Dividenden bekommt, darf man bei Gold nur auf eine Preissteigerung hoffen. Und wurde die Krise bewältigt, so besteht die Gefahr, dass der Goldpreis wieder sinkt – also das Vorkrisenniveau erreicht oder sogar noch mehr an Wert verliert.

Empfohlen

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Simple Share Buttons