Einen schlechten Wochenstart erlebte die Fraport-Aktie (577330). Denn der Flughafenbetreiber senkte seine Prognose für die Passagierzahlen am Drehkreuz Frankfurt, bestätigte aber die sonstigen Finanzprognosen. Zudem musste der Titel unter neuen Angriffen der USA gegen den Iran leiden, weil dies zu hören Ölpreisen führte. So verpuffte auch eine etwas überraschende Kaufempfehlung von Exane BNP Paribas nahezu wirkungslos.
Deren Analyst Dario Maglione weist darauf hin, dass der Flughafen-Betreiber in den vergangenen Jahren große Investitionen getätigt hat, die aber nun abgeschlossen sind. Die Gesellschaft könne daher nun durchstarten Er sieht dabei eine kraftvolle Cash-flow-Story und kalkuliert mit einem hohen Barmittelzufluss. Trotz der Befürchtung, dass die Ergebnisse des zweiten Quartals eher negativ ausfallen, nannte er ein Kursziel von 85,00 Euro, was in etwa dem bisherigen Jahreshoch entspricht.
Die Prognose-Senkung für das Passagier-Aufkommen am Heimatflughafen Frankfurt begründete Fraport-Chef Stefan Schulte mit dem schwachen Monat Juni. So geht der Flughafenchef nun davon aus, dass die Passagier-Zahlen im Gesamtjahr etwa das Niveau des Vorjahres von 63,2 Millionen erreichen werden. Bisher hatte er mit 65 bis 66 Millionen Fluggästen im Jahr 2026 kalkuliert.
Im schwachen Juni sank das Passagier-Aufkommen im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf rund 5,7 Millionen Passagiere. Dabei belastete vor allem der Nahost-Krieg, aber auch weitere Sonderfaktoren wie ein Streik bei der Lufthansa.
Noch immer sorgt der Frankfurter Airport für ein Drittel des gesamten Passagier-Aufkommens des Fraport-Konzerns, der unter anderem zahlreiche Regionalflughäfen in Griechenland betreibt aber auch Standorte wie Lima in Peru, Porto Alegre in Brasilien oder auch Antalya in der Türkei.
Die Fraport Aktie hatte sich tatsächlich im Frühjahr bis in den Bereich von 85,00 Euro vorarbeiten können, ehe vor allem die kriegerischen Eskalationen für niedrigere Kurse sorgten. So ging es bis auf 65,00 Euro nach unten, ehe sich der Titel wieder bis an die Marke von 75,00 Euro erholen konnte. Die jüngsten Gewinn-Mitnahmen sorgten anschließend für einen Rückgang auf das aktuelle Niveau um 70,00 Euro.
Hier sehen wir nun eine gute Basis für Aktienkäufen von Langfristinvestoren. Dafür spricht auch die Fundamental-Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 und einer Dividenden-Rendite von immerhin 1,4 Prozent. Zudem ist der Titel dort auch charttechnisch gut unterstützt.
Das bereits im August 2025 [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (FA5AME), welches im Juni 2026 auslief, wurde zum Maximalbetrag getilgt, da das Cap-Niveau von 70,00 Euro am Stichtag übertroffen war. Anleger erzielten somit die Maximalrendite von 4,3 Prozent oderhochgerechneten 15,1 Prozent p. a.
Demgegenüber wurde das erstmals im Oktober 2025 [HIER klicken] und zuletzt im März 2026 [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (FA8ZSA) mit Cap bei 75 Euro in Aktien getilgt. Anleger kauften die gelieferten Papiere somit zum Kurs von 70,25 Euro. Somit liegen die Zertifikate-Käufer mit der Position leicht im Plus und können nun der Aktie engagiert bleiben.
Fraport-Aktie (Tageschart): auf Seitwärtskurs



