Die Börse feiert derzeit Halbleiterwerte und auch die Aktien der Halbleiterausrüster. Jenoptik ist ein Zulieferer jene Halbleiterausrüster und der entsprechende Anteilsschein hat sich, im Sog dieser Ausrüster wie Aixtron [HIER], jüngst steil nach oben bewegt. Lag die Jenoptik-Aktie im Januar 2025 noch bei gut 15 Euro (im Januar 2026 waren es kanpp 19 Euro) sind es jetzt deutlich mehr als 40 Euro [Plusvisionen hatte zuletzt über Jenoptik HIER berichtet].
Heute hat der Photonik–Konzern Zahlen für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Dabei lag der Umsatz mit 241,2 Millionen Euro (noch) leicht unter dem Vorjahreswert von 243,6 Millionen Euro. Spürbarer aufwärts ging es in dem Segment „Semiconductor & Advanced Manufacturing“ mit 7,2 Prozent auf 108,2 Millionen Euro.
Die Profitabilität hat sich bei Jenoptik kräftig verbessert: Durch einen optimierten Produktmix, den Wegfall (einmaliger) Umzugskosten und Kostensenkungsmaßnahmen stieg der operative Gewinn (Ebitda) in den ersten drei Monaten um 22,5 Prozent auf 44,5 Millionen Euro. Die Ebitda–Marge betrug 18,4 Prozent (Vorjahr: 14,9 Prozent).
Der Betriebsgewinn (Ebit) wuchs um satte 53,4 Prozent auf 25,9 Millionen Euro (Ebit-Marge: 10,7 Prozent). Nach Steuern blieb so ein Konzernergebnis von 16,8 Millionen Euro, nach 9,2 Millionen Euro.
Was bei der Quartalsmitteilung von Jenoptik besonders heraussticht sind die Auftragseingänge. Sie glänzten im ersten Quartal mit einem Plus von 74,4 Prozent auf 356,9 Millionen Euro. Reichlich Bestellungen (unter anderem ein Großauftrag) kamen dabei im Bereich Semiconductor & Advanced Manufacturing mit einem Plus von 162,7 Millionen Euro auf 180,2 Millionen Euro herein. Der Auftragsbestand beträgt nun 719,2 Millionen Euro, nach 590,8 Millionen Euro zum Jahresende.
Für das Gesamtjahr 2026 schätzt der Vorstand einen leicht höheren Umsatz (Vorjahr: 1.046,0 Millionen Euro) und eine Ebitda–Marge zwischen 19,0 und 21,0 Prozent, bei Investitionen etwas unter Vorjahr als 77,4 Millionen Euro erreicht wurden.
Aktuell ist Jenoptik mit 2.461,2 Millionen Euro bewertet, was ein durchaus stattlicher Wert ist, mit Blick auf Umsatz und Marge. Allerdings sind die Kernmärkte von Jenoptik, Halbleiter-, Medizin- und Messtechnik, starke Wachstumsbereiche. Das rechtfertigt einen Bewertungsaufschlag.
Charttechnisch ist die derzeitig Formation nahezu vollendet und die Wahrscheinlichkeit einer Konsolidierung nimmt zu. Langfristig bleibt die Jenoptik-Aktie, gerade mit dem Bruch des Widerstandsbereichs knapp unter 40 Euro, ein attraktives Investment.
Interessant im Zusammenhang mit Jenoptik könnte auch Nynomic [HIER] – sein.
Jenoptik-Aktie (Tageschart): langjährige Barriere überwunden



