Bei der Indus Holding ist eine deutliche Verbesserung sichtbar: Die Beteiligungsgesellschaft verzeichnete ein sehr gutes drittes Quartal, mit deutlichen Steigerungen auf der der Ertragsseite. Gleichzeitig bestätigte der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr, was auf einen guten Start ins Schlussquartal hindeutet. Die Indus-Aktie springt prozentual zweistellig in die Höhe.
Besonders hoch war die Erwartungshaltung am Kapitalmarkt im Vorfeld der Zahlen für das dritte Quartal nicht. Denn als klassische Beteiligungsgesellschaft hängt Indus an der Konjunkturentwicklung. Doch die Bergisch Gladbacher konnten im dritten Quartal positiv überraschen: Der Quartalsumsatz erreichte mit 437,4 Millionen Euro den höchsten Wert im laufenden Geschäftsjahr und lag damit nur minimal unter dem Vorjahreswert von 443,0 Millionen Euro.
Noch besser entwickelte sich der Gewinn. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (adjusted Ebita) zog um 10,1 Prozent auf 48,1 Millionen Euro an. Die entsprechende Marge verbessert sich dadurch von 9,9 auf elf Prozent.
Vorstandschef Johannes Schmidt bestätigte auch in Plusvisionen-Hintergrundgespräch, dass die verbesserte Entwicklung in allen drei Bereichen spürbar geworden ist. Gleichzeitig verwies der erfahrene Firmenlenker auf das gute Kostenmanagement, welches das beste Quartalsergebnis seit Anfang 2024 möglich machte.
Vor diesem Hintergrund ist es auch keine Überraschung, dass Schmidt die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Demnach soll der Konzernumsatz zwischen 1,7 und 1,85 Milliarden Euro durchs Ziel gehen, bei einem adjusted Ebita von 130 bis 165 Millionen Euro. Da nach neun Monaten erst ein Umsatz von 1,274 Milliarden Euro in den Büchern steht, ist davon auszugehen, dass der Indus-Vorstand auch für das vierte Quartal positiv gestimmt ist. Dies wiederum lässt darauf schließen, dass die ersten Wochen des Q4 bereits gut gelaufen sind.
Als Folge der guten Zahlen, des bestätigten Ausblicks und des damit verbundenen bisherigen positiven Q4-Verlaufs sprang die Indus-Aktie (620010) am heutigen Mittwoch bis an den technischen Widerstand bei 24 Euro nach oben, was einem Zugewinn von mehr als elf Prozent entspricht. Nun muss sich zeigen, ob diese kleinere 24er-Widerstand aus dem Weg geräumt werden kann. Dann wäre zunächst der Weg bis zur 25-Euro-Linie frei, ehe das Jahreshoch von Ende März bei 38,35 Euro ins Blickfeld rückt.
Mit Blick auf die Fundamentalbewertung halten wir ein solches Kursniveau durchaus für gerechtfertigt, denn das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Schätzungen für 2026 liegt lediglich bei sieben. Hinzu kommt eine sehr attraktive Dividenden-Rendite von fünf Prozent, sofern der Konzern wieder 1,20 Euro pro Aktie auszahlt. Mit Blick auf eine positive Cash-flow-Entwicklung sehen wir hier sogar noch leichtes Steigerungspotential. Langfristanleger und Dividendenjäger können also kleinere Rücksetzer zum Nachkauf oder Neueinstieg nutzen.
Indus Holding-Aktie (Tageschart): Stabilisierung nach Schwäche



