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Smartbroker-Aktie // GBC sieht starke Neukundenzuwächse und vergibt ein Kaufen

Thomas Schumm11. November 2025aktualisiert:11. November 20253 Min.0
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Smartbroker

Starke Neukundenzuwächse leiten bei Smartbroker eine Wachstumsphase ein und nachhaltige Profitabilität sei ab 2027 in Sicht, schreibt GBC Research in eine aktuellen Research-Studie.

Smartbroker sei ein integrierter Kapitalmarkt–Plattformanbieter mit den beiden komplementären Geschäftsfeldern Online–Brokerage und digitale Finanzmedien. Unter der Marke Smartbroker+ betreibe das Unternehmen einen mehrfach ausgezeichneten Online-Broker, der als einziger Anbieter in Deutschland das Leistungsportfolio klassischer Vollsortimentsbroker mit den Konditionen moderner Neobroker verbinde.

Parallel dazu betreibe die Gruppe mit Wallstreet-online.de, Boersennews.de, Finanznachrichten.de und Ariva.de vier der reichweitenstärksten Finanzportale im deutschsprachigen Raum. Diese generierten 2024 insgesamt rund 2,5 Milliarden Seitenaufrufe und erreichten im laufenden Jahr über 4,5 Millionen monatlich aktive Nutzer. Damit sei Smartbroker einer der größten Finanzportalbetreiber Deutschlands.

Das hybride Geschäftsmodell aus Media- und Brokerage-Segment ermögliche eine hohe operative Effizienz und starke Synergiepotenziale. Die Portale fungieren als konzerneigener Lead-Kanal, wodurch die Kundengewinnungskosten (CAC) im Vergleich zu Wettbewerbern signifikant reduziert werden. Der Ausbau der inhaltlichen Verknüpfung zwischen Portalen und Smartbroker+, wie etwa durch die Integration von Marktanalysen, News-Feeds und Community-Funktionen direkt in die Handelsplattform, erhöht zugleich die Nutzerbindung und Transaktionsfrequenz.

Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Smartbroker Holding einen Umsatzanstieg auf 52,5 Millionrn Euro (Vorjahr: 46,5 Millionen Euro), getragen von der erfolgreichen Migration auf Smartbroker+ und einer zunehmenden Handelsaktivität der Kunden.

Der operative Gewinn (Ebitda) erhöhte sich von 1,4 auf 9,0 Millionen Euro, was den Übergang von der Aufbau- zur Skalierungsphase markiere, so GBC. Zudem stieg der operative Cash-flow von 2,1 auf 10,0 Millionen Euro. Nach dem erfolgreichen Relaunch von Smartbroker+ und der Konsolidierung der technischen Basis stehe 2025 im Zeichen des beschleunigten Wachstums und der gezielten Marktdurchdringung.

Im ersten Halbjahr 2025 kam Smartbroker auf einen Umsatz von 32,3 Millionen Euro (Vorjahr: 25,5 Millionen Euro) und ein Ebitda von 0,06 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9 Millionen Euro).

GBC erwartet für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzanstieg um 23,9 Prozent auf 65,0 Millionen Euro, getragen von einem kräftigen Neukundenwachstum von rund 80.000 Depots und dem deutlichen Zuwachs an Kundeneinlagen auf mehr als 850 Millionen Euro.

Kurzfristig dürfte sich das operative Ergebnis, infolge der stark ausgeweiteten Marketingmaßnahmen zur Kundengewinnung, allerdings noch negativ entwickeln. Diese Aufwendungen seien jedoch strategischer Natur und zielen auf den Aufbau einer nachhaltig profitablen Kundenbasis mit positivem Lifetime Value ab. Beim Ebitda sieht GBC für 2025 ein Minus von 1,2 Millionen Euro und einen Nettoverlust von 10,1 Millionen Euro.

Ab 2026 sollte, so GBC, die Gesellschaft in die Ertragsphase übergehen und ein Ebitda von schätzungsweise 3,8 Millionen Euro erwirtschaften, bevor 2027 der operative Break-even und ein deutlicher Ergebnisanstieg sowohl auf Ebitda-Basis mit 12,8 Millionen Euro als auch auf der Ebene des Jahresüberschusses mit 8,3 Millionen Euro erwartet werden, beziehungsweise einem freien Cash-flow in Höhe von 9,8 Millionen Euro.

Mittelfristig verfüge die Smartbroker Holding über ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Neben der Skalierung des Smartbroker+ seien der Ausbau von Heavy-Trader-Funktionen, API-Anbindungen, Zins- und Kinderdepots sowie die Integration personalisierter Inhalte entscheidende Wachstumstreiber.

Regulatorische Änderungen wie das Payment-for-Order-Flow-Verbot (keine Rückvergütungen) ab 2026 dürften das Wettbewerbsumfeld zusätzlich zugunsten der Smartbroker-Gruppe verändern, da deren Erlösstruktur nicht wesentlich auf Order-flow-Vergütungen angewiesen sei.

GBC Research sieht ein Kursziel von 17,50 Euro je Aktie und vergibt ein Kaufen. Die vollständige Analyse steht HIER zum Download bereit.

Smartbroker-Aktie (Tageschart): vor wichtiger Widerstandsmarke

Smartbroker
Bildquelle: Smartbroker Holding AG; Chartquelle: stock3.com

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