Frische Halbjahreszahlen sorgten bei der Cancom-Aktie (541910) im frühen Dienstags-Handel für recht deutliche Verluste. Hauptgrund für die Kursabschläge ist der rückläufige Umsatz des IT-Dienstleisters. Immerhin überzeugten die Ertragskennzahlen, nachdem der Konzern schon vor geraumer Zeit Maßnahmen zu Effizienzsteigerung getroffen hatte. Und auch der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde bestätigt. Wir klären auf.
Das erste Halbjahr brachte dem IT-Dienstleister Cancom einen Umsatzrückgang um rund 3,5 Perzent auf 775,9 Millionen Euro. Die Erlöse lagen damit unter den Schätzungen der Experten. Demgegenüber ging es beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um starke 34 Prozent auf rund 40,2 Millionen Euro nach oben. Hier erreichte der IT-Dienstleister die Markterwartungen, nachdem das Management schon geraume Zeit von den relevanten Effizienzsteigerungsprogrammen berichtet hatte, die offensichtlich nun Wirkung zeigen.
Überraschend positiv entwickelt es sich dabei das Deutschland-Geschäft mit einem stabilen Umsatz und einem kräftig steigenden Ebitda. Demgegenüber verliert der Konzern im internationalen Business an Umsatz und auch an Gewinn. Vorstandschef Rüdiger Rath teilte dazu mit, dass wohl vor allem verzögerte Investitionsentscheidungen der Kunden für die durchwachsene Entwicklung verantwortlich sind.
Trotzdem bestätigte Rath die Prognose für das Gesamtjahr, wonach ein Umsatz zwischen 1,75 und 1,85 Milliarden Euro vorgesehen ist. Auch Das Ebitda-Ziel von 110 bis 130 Millionen Euro wurde bekräftigt. Trotzdem gab die Aktie im frühen Dienstags-Handel mehr als fünf Prozent nach. Der Titel bewegt sich damit wieder auf dem Kursniveau vom vergangenen Mai bei rund 23,00 Euro, als wir die Aktie zuletzt unter die Lupe genommen hatten [HIER klicken].
Auch damals hatten wir auf diesem Level auf die Unterstützungszone im Bereich zwischen 22,00 und 23,00 Euro hingewiesen, die weiterhin Gültigkeit hat und in der Zwischenzeit nur einmal kurz und damit nicht nachhaltig (März 2026) nach unten verletzt worden war. Daher sehen wir nun erneut gute Einstiegschancen auf diesem Kursniveau, zumal der Cancom-Titel mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 (auf Basis der 2027er-Schätzungen) und einer Dividenden-Rendite von rund vier Prozent attraktiv bewertet ist. Langfristanleger können also limitiert bis 23,10 Euro zugreifen.
Die Alternative zum Direktinvestment ist ein Einstiegsversuch via Discount-Zertifikat. Unser Favorit (FD4UBA) läuft bis zum 18. Dezember 2026. Der Cap liegt bei 25,00 Euro. Geht die Aktie über den Cap durchs Ziel, erzielt der Anleger eine Maximalrendite von 12,1 Prozent oder hochgerechneten 31,8 Prozent p.a., was für den entgangenen Aktienkauf gut entschädigt. Verfehlt die Cancom-Aktie hingegen am Laufzeitende das Cap-Niveau, tilgt der Emittent via Lieferung der Aktie. Der Einstandskurs beträgt dann 22,30 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Kurs entspricht und einem Discount von 8,6 Prozent gleichkommt.
Cancom-Aktie (Tageschart): Unterstützungszone besteht weiter



