Schon Ende Juli hatte Dürr vorläufige Zahlen für das zweite Quartal 2025 vorgelegt, die vor wenigen Tagen nun bestätigt wurden. Der Maschinenbauer und Autozulieferer kalkuliert dabei seine Auftragseingänge für das Gesamtjahr nun etwas vorsichtiger. Trotzdem zeigte sich die Dürr-Aktie (556520) zuletzt recht stabil, was wohl vor allem an der günstigen Fundamentalbewertung und bestätigter Gewinnprognosen liegt.
Nicht ganz vergleichbar sind bei Dürr derzeit die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr, nachdem der Konzern die Mehrheit an seinem Umwelttechnikgeschäft kürzlich verkauft hat. Rechnet man nun aber dieses Geschäft heraus, ergibt sich ein Umsatzrückgang von rund acht Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Trotz des weiterhin unsicheren Umfelds, speziell im Automotive-Bereich, bestätigte der Vorstand die Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Demnach sollen 4,2 bis 4,6 Milliarden Euro im Gesamtjahr erzielt werden. Allerdings hatte das Management darauf hingewiesen, dass wohl eher der untere Bereich der Guidance erreicht werden wird.
Bei der Marge aus dem operativen Geschäft (Ebit-Marge) geht die Verwaltung aktuell davon aus, dass die Ziellinie von 4,5 bis 5,5 Prozent erreicht wird. Im zweiten Quartal hatte sich diese Ebit-Marge immerhin auf 4,2 Prozent verbessert, nach 3,9 Prozent im Auftaktquartal.
Beim Auftragseingang kam es im zweiten Quartal allerdings zu einem massiven Einbruch: Waren im Vorjahr noch Aufträge im Volumen von 1,8 Milliarden Euro eingegangen, waren es diesmal nur 807 Millionen Euro. Der Vorstand macht vor allem die Investitionsunsicherheit der Kunden als Folge der Zoll-Konflikte verantwortlich. Daher senkte Dürr das Jahresziel für den Auftragseingang von 4,3 bis 4,7 auf 3,8 bis 4,1 Milliarden Euro-
Trotzdem konnte sich die Dürr-Aktie zuletzt gut behaupten. Der Wert pendelt in einer relativ engen Spanne zwischen 21 und 24 Euro. Dies liegt aus unserer Sicht vor allem an der günstigen Fundamentalbewertung. So liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Schätzungen für 2026 knapp unter zehn. Zudem erreicht die Dividenden-Rendite die Drei-Prozent-Marke. Langfristanleger können daher an schwachen Tagen Positionen auf- oder ausbauen.
Unsere Empfehlung ist aber ein Discount-Zertifikat, welches einen rabattierten Einstieg in die Aktie ermöglicht. Der ausgewählte Discounter (UG84EX) mit Cap bei 22,50 Euro läuft bis 20. März 2026. Rutscht der Basiswert am Laufzeitende unter die 22,50er-Marke, tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Der Einstandskurs liegt dann bei 20,53 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Kurs entspricht. Der Rabatt gegenüber dem Direktinvestment läge bei rund acht Prozent. Geht die Aktie hingegen über dem Cap bei 22,50 Euro über die Ziellinie, erzielt der Anleger – quasi als Trost für den entgangenen Aktienkauf – aktuell eine Maximalrendite von 9,6 Prozent (15,4 Prozent p.a.), da er dann 22,50 Euro in Cash ausbezahlt bekommt.
Dürr-Aktie (Tageschart): zuletzt ging es seitwärts



