Bei Drägerwerk läuft das Geschäft weiterhin sehr gut. Dies belegen überzeugende Zahlen für das erste Halbjahr. So erhöhte sich der Umsatz um 6,2 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro. Bereinigt wäre es gar um 7,7 Prozent nach oben gegangen. Dabei verzeichnete der etwas größere Bereich, die Medizintechnik, ein Umsatz-Plus von 5,5 Prozent, während es bei der Sicherheitstechnik um rund sieben Prozent nach oben ging.
Beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kam es gar zu einem Sprung von 20,4 Millionen auf 63,8 Millionen Euro. Die entsprechende Marge sprang dabei von 1,3 Prozent auf 4,0 Prozent. Das Management machte neben dem Umsatzwachstum auch eine Verbesserung der Bruttomarge für die gute Entwicklung verantwortlich.
Auch am Auftragseingang lässt sich die Geschäftsdynamik erkennen. Er legte währungsbereinigt immerhin um 1,8 Prozent auf rund 1,75 Milliarden Euro zu. Ins Auge sticht allerdings ein Auftragseingangs-Zuwachs von 7,1 Prozent auf 415,6 Millionen Euro im Deutschland-Geschäft. Demgegenüber ging es in der Region Amerika um 12,2 Prozent auf 360,9 Millionen Euro nach unten.
Mit Blick auf diese guten Daten überraschte es nicht, dass der Vorstand weiter von einem währungsbereinigten Umsatz-Plus von zwei bis sechs Prozent im Gesamtjahr ausgeht. Bei der Ebit-Marge wird die Verwaltung hingegen sogar etwas zuversichtlicher für 2026: Hier wird nun ein Wert zwischen sechs und acht Prozent erwartet, nachdem bislang fünf bis 7,5 Prozent als Ziel genannt worden waren.
Vor allem diese Prognoseanhebung sorgte bei der Drägerwerk-Vorzugsaktie (555063) für relativ deutliche Kursgewinne. So ging es bis auf 117,00 Euro nach oben, womit auch das hohe Niveau aus Corona-Zeiten übertroffen werden konnte. Technisch rückt nun das historische Hoch aus 2015 ins Blickfeld welches bei rund 123,70 Euro markiert worden war.
Für ein solches Kurs-Level spricht aus charttechnischer Sicht ein intakter Aufwärtstrend. Auch die Fundamentalanalyse deutet darauf hin, dass noch Kurs-Potenzial vorhanden ist. Denn das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Schätzungen für 2027 liegt lediglich bei zwölf. Zudem glänzt der Titel mit einer attraktiven Dividenden-Rendite von mindestens 2,5 Prozent. Wir stufen den Titel daher weiterhin [wie zuletzt im Juli, HIER klicken] als attraktiv ein. Langfristanleger können also weiter zugreifen.
Beim bereits im Januar [HIER klicken] empfohlenen Discount-Zertifikat (FD6R21) mit Cap bei 80,00 Euro und Bewertungstag am 18. Dezember 2026 haben wohl bereits alle investierten Anleger Gewinne mitgenommen, da das Produkt nicht mehr handelbar ist. Noch kaufbar aber zu renditearm ist inzwischen ein Discount-Zertifikat (DU8R7Z) mit Cap bei 80,00 Euro und Bewertungstag am 19. März 2027, welches wir im Juli [HIER klicken] vorgestellt haben. Hier ist nur noch eine Maximalrendite von 2,5 Prozent oder 4,8 Prozent p. a. möglich, weshalb Anleger hier zeitnah Gewinne mitnehmen können.
Interessanter ist ein Discount-Zertifikat (DU7MHW) mit Cap bei 100,00 Euro und Bewertungstag am 18. Juni 2027. Hier erzielen Anleger eine Maximalrendite von 8,2 Prozent oder 10,4 Prozent p. a., wenn die Aktie am Bewertungstag über dem Cap notiert. Andernfalls tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Der Einstandspreis läge dann bei 92,45 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Preis entspricht und einem Rabatt gegenüber dem Direktinvestment von rund 16 Prozent gleichkommt.
Drägerwerk-Aktie (Vorzüge, Tageschart): Intakter Aufwärtstrend



