Schon Ende Juli hatte GEA vorläufige Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Sie waren so gut, dass das Management die Prognose für das Gesamtjahr erhöhte. Zudem hat der Spezialmaschinenbauer ein Aktien-Rückkaufprogramm angekündigt. Kein Wunder also, dass sich die GEA-Aktie (660200) nun kurz vor dem Rekordhoch bewegt.
Doch der Reihe nach: Das zweite Quartal brachte einen Umsatzanstieg um rund zehn Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. Dies war mehr, als die Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Rechnet man Währungs- und Portfolioeffekte heraus, läge das Plus gar bei elf Prozent. Beim um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) ging es gar um 15,6 Prozent auf 250 Millionen Euro nach oben. Die Ebitda-Marge verbesserte sich daher von 16,5 auf 17,4 Prozent. Auch hier lag der Konzern über den Expertenschätzungen.
Wohl auch der um 14 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro gestiegene Auftragseingang sorgte dafür, dass der Vorstand für das Gesamtjahr optimistischer wird. So soll das Umsatzwachstum nun zwischen sechs und acht Prozent liegen, nachdem bislang ein Plus von fünf bis sieben Prozent erwartet worden war. Auch die Guidance für Ebitda-Marge ging oben: Hier ist nun ein Wert zwischen 17 und 17,4 Prozent das erklärte Ziel, nachdem Werte von 16,6 bis 17,2 Prozent angepeilt worden waren.
Der GEA-Aktie half aber auch ein in der Vorwoche veröffentlichtes Aktien-Rückkaufprogramm. Demnach will der Konzern bis zu 500 Millionen Euro für den Kauf eigener Aktien in die Hand nehmen. Die Käufe sollen ab sofort bis Ende 2027 erfolgen, wobei die Hälfte des verfügbaren Betrags zeitnah investiert werden soll.
Die GEA-Aktie erreichte als Folge der guten Nachrichten bei 65,75 Euro ein neues Zwischenhoch in der laufenden Aufwärtsbewegung. Damit ist nun das Rekordhoch von 66,80 Euro zum Greifen nahe. Wir gehen davon aus, dass auch diese Marke in den kommenden Tagen fallen wird. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 auf Basis der Schätzungen für 2027 ist fundamental nicht ausgereizt. Hinzu kommt eine Dividenden-Rendite von 2,4 Prozent.
Zuversichtlich stimmt zudem die Charttechnik, nachdem der Wert von der Konsolidierungslinie bei 55,00 Euro wieder einen kurzfristigen Aufwärtstrend ausbilden konnte. Ein Sprung über das bisherige Rekordniveau würde zudem ein neues zusätzliches Kaufsignal generieren- Langfristanleger können daher weiter zugreifen, wie wir dies zuletzt im Mai [HIER klicken] empfohlen hatten.
Weiter ins Bild passt aber auch das erstmals im Januar [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (FD4UDJ) mit Bewertungstag am 18. Dezember 2026 und Cap bei 60,00 Euro. Es bringt aktuell allersdings nur noch eine Maximalrendite von 2,9 Prozent oder 7,5 Prozent p. a., wenn der Basiswert über dem Cap-Level durchs Ziel geht. Gelingt dies nicht, tilgt der Emittent durch Lieferung der Aktie. Der Einstandskurs für den Anleger liegt dann bei 58,33 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Preis entspricht. Der Rabatt gegenüber dem Direktinvestment erreicht hier derzeit 7,4 Prozent.
GEA-Aktie (Tageschart): Knapp vor dem Rekordhoch



