Die BASF-Aktie steht bei rund 55 Euro, wieder: 2023, 2024 und 2025 war das schon so – und jedes Mal ist das Papier dort gescheitert und wieder in den Unterstützungsbereich bei knapp 42 Euro zurückgefallen (siehe auch Tageschart unten). Kann nun der Ausbruch gelingen?
Der Chemie-Konzern ist derzeit mit 48,2 Milliarden Euro bewertet. Das ist nicht sonderlich viel bei einem Umsatz von 59,7 Milliarden Euro (2024: 61,4 Milliarden Euro), auch wenn der Gewinn im vergangenen Jahr eher mager ausfiel, so betrug das operative Ergebnis (Ebitda) 5,6 Milliarden und der Betriebsgewinn (Ebit) 1,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand ein Nettoergebnis von 1,6 Milliarden Euro, woraus sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) aktuell von 30,1 errechnet.
Der freie Cash-flow betrug 1,3 Milliarden Euro, womit eine Dividende von 2,25 (2,25) Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 gezahlt werden soll, Hauptversammlung ist am 30. April. Aktionäre dürften sich über eine Dividenden-Rendite von 4,1 Prozent freuen, Stand jetzt.
Bereits Ende Oktober 2025 wurde zudem beschlossen, zwischen November 2025 und Ende Juni 2026 eigene Aktien in einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro zurückzukaufen. Dieser zeitlich vorgezogene Aktienrückkauf ist Teil des angekündigten Aktienrückkaufs in Höhe von insgesamt mindestens vier Milliarden Euro bis Ende 2028.
Bis Ende 2026 will BASF Kosten in Höhe von 2,3 Milliarden Euro sparen, ursprünglich waren 2,1 Milliarden Euro geplant, sodass für das laufende Geschäftsjahr 2026 ein Ebitda vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro (2025: 6,6 Milliarden Euro) sowie ein freier Cash-flow zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro angestrebt wird.
Erst kürzlich hat BASF den neuen Verbundstandorts in Zhanjiang, Provinz Guangdong im Süden Chinas, eingeweiht. Mit einer Fläche von rund vier Quadratkilometern sei er mehr als ein Großprojekt der BASF im Wachstumsmarkt China, heißt es aus dem Unternehmen. Am Standort Zhanjiang produzieren BASF mehr als 2.000 Mitarbeiter Basis- und Spezialchemikalien. BASF ist seit über 140 Jahren in Greater China tätig und erzielte im Jahr 2025 dort einen Umsatz von 8,2 Milliarden Euro und beschäftigte fast 13.000 Mitarbeiter.
Eine nachhaltige Aufwärtsentwicklung der BASF-Aktie wird es erst dann geben, wenn auch der Gewinn wieder deutlich zulegt. Neben den Kosteneinsparungen ist dafür die globale Konjunktur ein entscheidender Faktor (rund 40 Prozent seines Umsatzes macht BASF in Europa/Deutschland, 17 Prozent in Deutschland). Die Weltwirtschaft soll in diesem Jahr um rund 2,7 Prozent zulegen, trotz Wachstumsschwäche in China.
Technisch ist die Marke von 55 Euro noch nicht überwunden, scheitert die Aktie erneut, dürfte das einen Rückschlag in Richtung 42 Euro bedeuten. Gelingt hingegen der Durchbruch, könnte, nach der langen Seitwärtsbewegung seit 2022, ein dynamischer Aufwärtsschub mit Ziel der 70-Euro-Marke erfolgen.
BASF-Aktie (Tageschart): Ausbruch nach oben?



