Ein kleiner Umsatzrückgang, aber ein steigender operativer Gewinn brachte das Jahr 2025 bei Hugo Boss. Ähnlich soll es auch 2026 weitergehen. Überraschender ist allerdings, dass das Management die Dividende auf ein Minimum zusammenkürzt, aber gleichzeitig ein millionenschweres Akteinrückkaufprogramm ankündigt. So rückt auch der Ausblick in den Hintergrund.
Das Jahr 2025 brachte Hugo Boss einen Umsatz von 4,27 Milliarden Euro, was einem Minus von rund einem Prozent entspricht. Währungsbereinigt wäre allerdings zu einem Plus von rund zwei Prozent gekommen, auch dank eines relativ guten Abschlussquartals. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte gleichzeitig um acht Prozent auf 391 Millionen Euro, womit sich die Ebit-Marge um 0,8 Punkte auf 9,2 Prozent verbesserte.
Möglich war dies, da der Konzern seine Kosten reduzierte, speziell im Vertriebs- und im Marketingbereich. So soll es auch im nun laufenden Geschäftsjahr 2026 weitergehen. Denn der Vorstand stellt einen leicht sinkenden Umsatz in Aussicht, bei steigendem Ebit.
Nachdem die Aktionäre im Vorjahr noch 1,40 Euro pro Aktie erhalten hatten, wird Boss nun nur die Mindestdividende von 0,04 Euro bezahlen. Im Gegensatz dazu will die Verwaltung bis Ende 2027 eigene Aktien im Wert von bis zu 200 Millionen Euro zurückkaufen. Damit ist der Vorteil für die Aktionäre nahezu identisch zu der Dividendenzahlung aus dem Vorjahr, da durch die eingezogenen Aktien der individuelle Anteil am Konzern steigt.
Diese Transaktion dürfte im Sinne des Großaktionärs, der Frasers Group sein, die indirekt wohl inzwischen auf 30 Prozent der Stimmrechte zugreifen kann. Sollten alle gehaltenen Optionen auch in Aktien gewandelt werden. müsste Frasers Group Chef Mike Ashley ein Übernahmeangebot für den Modekonzern abgeben.
Vor diesem Hintergrund, den wir bereits Anfang Dezember 2025 [HIER klicken] ausführlich erläutert haben bleibt Hugo Boss ein Übernahmekandidat. Dabei könnte tatsächlich weiterhin ein Bieterkampf um Deutschlands letzten börsennotierten Modehändler entstehen, wenn andere Finanzinvestoren ebenfalls Aktienpositionen aufbauen. Daher bleibt es bei unserer Einschätzung aus dem Dezember, wonach spekulative Anleger durchaus Stücke einsammeln können.
Daher bleibt auch das bereits im Dezember [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (UN1B62) mit Cap bei 32,50 Euro und Bewertungstag am 18. September 2026 spannend. Die aktuellen Konditionen: Geht die Aktie über dem Cap bei 32,50 Euro über die Ziellinie, ist aktuell eine Maximalrendite von 5,6 Prozent (10,4 Prozent p.a.) möglich. Verweilt der Basiswert am Laufzeitende weiter unter 32,50 Euro, tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Der Einstandskurs liegt dann bei 30,80 Euro, was einem Rabatt gegenüber dem Direktinvestment von rund sechs Prozent entspricht.
Hugo Boss-Aktie (Tageschart): Bei 32 Euro gut unterstützt



