Am 23. März ist soweit: Init wird erstmals in den SDAX aufsteigen. Wie das Unternehmen mitteilte, geschieht dies nahezu exakt 25 Jahre nach dem Gang an die Börse, der am 24. Juli 2001 erfolgte. Seit dieser Zeit strebt der Digitalisierungs-Spezialist von Erfolg zu Erfolg. Zuletzt musste aber auch die Aktie des Telematik-Experten Kursabschläge hinnehmen.
2026 wird für Init aber auch so ein außergewöhnliches Jahr. Denn der Konzern liefert nach Atlanta, Georgia, ein Ticketing-System für Busse und Bahnen, was während der Fußball-Weltmeisterschaft zum Einsatz kommt. So hat dort ein regionaler Fahrdienstleister Init vor einigen Jahren beauftragt, ein entsprechendes Ticketsystem zu installieren. Dies war das bislang umfangreichste Ticketing-Projekt der Init in den USA und gilt daher als Leuchtturm-Auftrag. Zudem ging im Januar bereits ein Smart-Ticketing-System für die Metro in Houston, Texas, an den Start. Dort bestreitet übrigens die deutsche Fußballnationalmannschaft am 14. Juni ihr WM-Spiel gegen Curacao.
Auch vor diesem Hintergrund müssen Anleger die für den 19. März angekündigten Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 nicht fürchten. Zudem hatte Init im Jahresverlauf 2025 die eigene Guidance bereits angehoben. Demnach wird der Umsatz zwischen 340 und 370 Millionen Euro durchs Ziel gehen, bei einem operativen Gewinn (Ebit) zwischen 32 und 35 Millionen Euro.
Die Aktie hatte allerdings zuletzt etwas zu leiden, da auch bei init das Thema KI und Software eine gewisse Rolle spielt, was viele Software-Aktien belastete [Plusvisionen klärte auf, HIER klicken]. Allerdings müssen Anleger bedenken, dass bei Init komplexe Systeme miteinander verbunden werden, die nicht direkt per KI zusammengebastelt werden können. Zudem hat sich Init in den vergangenen Jahren eine sehr starke Marktposition im Inland, Europa aber auch in den USA aufgebaut.
Daher sind wir zuversichtlich, dass das Wachstum in den kommenden Jahren weitergeht. Wir gehen zudem davon aus, dass die Karlsruher mit den Geschäftszahlen auch einen optimistischen Ausblick für 2026 abliefern werden.
Die Init-Aktie (575980) konnte in den vergangenen zwölf Monaten knapp 20 Prozent zulegen. Zwischenzeitlich war das Papier aber deutlich höher bewertet als zum jetzigen Zeitpunkt. Denn das Hoch aus dem September 2025 lag bei 53,80 Euro. Im Bereich zwischen 42 und 44 Euro erkennen wir allerdings eine stabile Unterstützungszone. Von dort könnte die Aktie nun wieder zum Hoch aus dem vergangenen Herbst klettern.
Dafür spricht auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 auf Basis der Schätzungen für das laufende Geschäftsjahr. Gefallen kann inzwischen aber auch die Dividenden-Rendite, die mehr als zwei Prozent erreicht, was bei einem wachstumssteigen Unternehmen eher ungewöhnlich ist. Langfristanleger können daher weiter Positionen aufbauen, speziell an schwachen Börsentagen, wie wir sie am heutigen Montag (Stichworte: Ölkrise, Iran-Krieg) sehen müssen.
Init-Aktie (Tageschart): langfristig geht es aufwärts



