PharmaSGP

Interview Weigand / Rudolf – PharmaSGP // Spannende Wachstumsstrategie

Von • 8. Februar 2022 • Anlagevisionen, Feature, Time_is_MoneyComments (0)1337

Time is Money // Schnell an paar Fragen an die beiden PhamaSGP-Vorstände Natalie Weigand (CEO) und Michael Rudolf (CFO). Sie geben Auskunft über Wachstumspläne und zur aktuellen Bewertung der PharmaSGP-Aktie (A2P4LJ) am Kapitalmarkt, die seit Mai 2021 zwar um rund 50 Prozent gestiegen ist, von Analysten aber weiterhin zum Kauf empfohlen wird.

Frau Weigand, PharmaSGP ist mit seinen Marken in vielen Bereichen Marktführer. Seit Sommer 2020 sind Sie nun an der Börse und doch hat Sie vermutlich noch nicht jeder auf dem Kurszettel. Was genau machen Sie?
Natalie Weigand: Als eines der führenden deutschen OTC-Pharmaunternehmen fokussiert sich PharmaSGP auf überwiegend chemiefreie Arzneimittel. Unsere Produkte, die wir nahezu ausschließlich über Apotheken vermarkten, kennen vermutlich die Meisten. Kürzlich haben wir unter anderem die beiden ikonischen Marken Baldriparan und Spalt von GlaxoSmithKline (GSK) übernommen. Kern unserer Wachstumsstrategie ist unsere pan-europäische Plattform, über die wir Marken in allen für uns relevanten europäischen Märkten unkompliziert integrieren und ausbauen können. Aktuell sind wir mit mehr als 40 Produkten in über zehn europäischen Märkten aktiv.

Zuletzt hat sich das Geschäfte bei Ihnen sehr dynamisch entwickelt, im dritten Quartal 2021 haben Sie sogar Rekordwerte vermeldet. Wie kam es dazu?
Weigand: Mit knapp 20 Millionen Euro Umsatz haben wir im dritten Quartal das umsatzstärkste Quartal unserer Firmengeschichte erzielt. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Umsatzanstieg um rund ein Drittel – gegenüber dem zweiten Quartal 2021 sogar um 40 Prozent. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen stieg ebenfalls signifikant um über 20 Prozent auf 5,4 Millionen Euro. Mit den jüngsten Entwicklungen sind wir daher in der Tat sehr zufrieden, zumal diese im Wesentlichen auf unser organisches Geschäft zurückzuführen sind. Der Umsatz- und Ergebnisbeitrag aus dem Zukauf des OTC Portfolios von GSK ist dahingegen erst für einen geringen Zeitraum enthalten. Daher sehen wir auch noch einiges an Potenzial in der Zukunft.

Sie sprechen gerade das OTC Portfolio an, das Sie 2021 von GlaxoSmithKline übernommen haben. Die Übernahme bezeichneten Sie damals als „perfect fit“…
Weigand: Wir haben mit dem Kauf bekannten Arzneimittelmarken wie Baldriparan, Formigran und Spalt übernommen, die unser Portfolio in mehrerlei Hinsicht sehr gut ergänzen. Ein ganz besonderes Highlight ist dabei mit Sicherheit Baldriparan. Als die Nummer eins für natürliche Schlafmittel in deutschen Apotheken ist Baldriparan millionenfach bekannt und erprobt. GSK hatte in den letzten Jahren jedoch die aktive Vermarkung von Baldriparan kontinuierlich reduziert, woraus sich für PharmaSGP Wertsteigerungspotenziale ergeben. Denn wir haben bereits mehrfach bewiesen, dass wir mit unserem starken Marketing- und Entwicklungs-Know-how potenten Medikamenten zu neuen Höhenflügen verhelfen können.

Herr Rudolf, Rekordquartal und weiterhin gute Aussichten bei der PharmaSGP. Im Kapitalmarkt schein das bislang noch nicht angekommen zu sein. Wieviel Luft hat die PharmaSGP-Aktie noch.
Michael Rudolf: Unsere Analysten stufen angesichts unserer Finanzergebnisse sowie des Potentials unserer paneuropäischen Arzneimittelplattform die Aktie mit Buy ein und rufen Kursziele von 35 beziehungsweise 34 Euro auf. Es ist also offensichtlich, dass derzeit eine signifikante Lücke zwischen dem jetzigen Aktienkurs und der Bewertung externer Experten besteht. Mit einem KGV in der Bandbreite von 16 bis 19 auf Basis der Analystenerwartungen für 2022 sind wir daher zu vergleichbaren Pharmafirmen noch signifikant unterbewertet.

Welche Erwartungen haben Sie an die Geschäftsentwicklung bei PharmaSGP für 2022?
Rudolf: Unsere konkrete Umsatz- und Ergebnisprognose für dieses Jahr haben wir noch nicht veröffentlicht. Den Schwung aus 2021 wollen wir aber natürlich auch in dieses Jahr mitnehmen und werden unsere auf langfristiges Wachstum ausgerichtete Strategie fortsetzen. In einem Marktumfeld, dass von der zunehmenden Selbstmedikation profitiert, sehe ich hierfür sehr gute Voraussetzungen – zumal der Pharma-Sektor insgesamt relativ konjunkturunabhängig ist, da die Menschen an ihrer Gesundheit als letztes sparen.

Frau Weigand, Herr Rudolf, vielen Dank für das Interview!

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