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Red Pine Exploration Aktie // Auf den Spuren des Wawa Goldrush

Von • 7. September 2017 • Anlagevisionen, FeatureComments (0)2263

Es gibt weltweit eine dreistellige Zahl an verlassenen Goldminen, die im Zuge des Preisverfalls in den 1990er Jahren geschlossen wurden. Sie sind heute gerade für junge Firmen eine Chance, binnen kürzester Zeit ein Projekt produktionsreif zu machen. Red Pine Exploration hat sich solch eine historische Mine gesichert.

Kanada bietet nicht nur scheinbar unendliche Weiten, sondern auch jede Menge Mining-Historie. Das Land vereinte 2016 mehr als ein Viertel aller Investitionen in den Bergbau auf sich. Das hat mit der Geologie zu tun, aber auch viel mit der Geschichte. So gibt es wohl keinen Staat, auf dem sich so viele historische Minen befinden. Solch eine hat sich auch Red Pine Exploration gesichert. Das Unternehmen erwarb vor drei Jahren 60 Prozent an dem Wawa Goldprojekt nah am Oberen See. Dort lockt eine reiche Historie. Schon vor mehr als 100 Jahren Gold wurde hier abgebaut. Über die Zeit wurden 126.067 Meter in 2.007 Bohrlöcher niedergebracht. Die dort einst tätigen acht verschiedenen Firmen förderten zusammen rund 120.000 Unzen Gold.

Die reichhaltige Historie hat einen großen Vorteil. Die Bohrdaten und Förderergebnisse legen die Geologie des etwa 5.000 Hektar großen Areals offen. Das Team um den erfahrenen Geologen und CEO Quentin Yarie konnte sich so ein gutes Bild von der Mineralisierung an und unter der Oberfläche machen. Bisher wurden dort vier größere Mineralisierungszonen entdeckt. Dieses Wissen spart dem Unternehmen bares Geld. Man nimmt an, dass ein Bohrmeter üblicherweise etwa 150 CAD kostet. Allein der Wert der historischen Bohrdaten beträgt also rund 13 Millionen CAD. Für Investoren bedeutet das aber auch, dass das Risiko des Scheiterns weit geringer als bei anderen Explorationsgesellschaften ist.

Hinzu kommt, dass für das Gelände bereits ein NI 43-101-Report nach kanadischem Börsenrecht vorliegt. Red Pine besitzt bereits eine Ressource im Status „inferred“ über 1,088 Millionen Unzen Gold. Die sehr guten Goldgrade von 1,71 Gramm je Tonne im Durchschnitt deuten die Wirtschaftlichkeit an. Derzeit arbeitet Red Pine an einer Erweiterung dieser Ressource. Im nächsten Report sollen mindestens 3 Millionen Unzen stehen. Die jüngsten Bohrergebnisse unterstützten dieses Ziel: So fanden sich in der derzeit im Fokus stehenden Minto Mine Zone durchweg hohe Goldmineralisierungen mit bis 24,9 Gramm Gold je Tonne Gestein. Zum Vergleich: Mit moderner Technik sind Goldminen heute schon ab Graden von 0,5 Gramm je Tonne wirtschaftlich. Die bestehende Ressource liegt zudem zu 89 Prozent in einer Tiefe von bis zu 300 Metern. Somit könnte hier ab der Oberfläche Gold abgebaut werden. Das ist deutlich billiger als Untertage.

Das Wawa Goldprojekt könnte in zwei bis drei Jahren zu einer Mine werden. In der aktuellen Marktlage ist das ein großer Vorteil. Denn die großen Bergbauunternehmen suchen derzeit händeringend nach „shovel ready“-Projekten, also Projekten, auf denen mit dem Minenbau begonnen werden kann. Deren Zielobjekte müssen aber einige Millionen Unzen Gold versprechen. Kleinkram interessiert große Konzerne nicht.

Und genau diese Vorgaben erfüllt Red Pine und gilt deshalb als ein Übernahmekandidat. Noch dazu liegt das Projekt nahe bei der alten Goldstadt Wawa, wo die Infrastruktur (Straßen, Eisenbahn, Energie, Arbeiter) vorhanden ist. Im Umkreis von rund 150 Kilometer des Ortes gibt es bereits mehrere produzierende Minen, unter anderem Wesdome (Mishi-Mine), Barrick (Hemlo), Richmont Mines (Island Gold) oder auch Goldcorp (Borden Gold). In der Branche ist bekannt, dass sich alle großen Player die Entwicklung bei Red Pine genau anschauen. Als Favorit wird aber Detour Gold gehandelt. Auch die haben in der Nähe eine Mine. Noch dazu haben Teile des technischen Teams von Detour einst auf dem Wawa-Projekt gearbeitet. Man hat also Insiderinformation über das Vorkommen.

Aktuell kommt Red Pine Exploration (WKN: A14S32) auf einen Börsenwert von rund 30 Millionen CAD. Damit ist man nicht mehr ganz klein, aber bietet reichlich Potenzial. Richtig Bewegung dürfte in den Titel im Laufe des vierten Quartals kommen, wenn die Aktualisierung des Ressourcen-Reports veröffentlicht wird und Yarie tatsächlich auf mindestens 3 Millionen Unzen aufstocken kann. Die Handelsumsätze in der Aktie halten sich in Frankfurt allerdings in Grenzen. Anleger mit Risikohunger sollten daher nach Toronto (Börsenkürzel: RPX) ausweichen.

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Bildquelle: Red Pine Exploration; Hinweis: Der Autor hat vom besprochenen Unternehmen für diesen Artikel eine Vergütung erhalten. Hierdurch entsteht ein eindeutiger Interessenkonflikt.

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