Bei Schott Pharma läuft das Geschäft gut. Der Spezialist für pharmazeutische Aufbewahrungslösungen und entsprechende Verabreichungssysteme meldete für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahr 2025/26 (per 30. September) im Mai überraschend ein kleines Umsatzplus und einen operativen Gewinn auf Vorjahresniveau. Dies erstaunt, da die rückläufigen mRNA-Impfungen eigentlich das Geschäft belasten hätten müssen.
Dank der anhaltend hohen Nachfrage nach sterilen Fläschchen für injizierbare Medikamente kletterte der Umsatz und rund ein Prozent auf 488,1 Millionen Euro. Dies war mehr als die Analysten erwartet hatten, denn sie kalkulierten allesamt mit leichten Umsatzrückgängen. Auch beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) konnten die Experten-Erwartungen übertroffen werden. Denn mit 129,8 Millionen Euro erreichte der SDAX-Konzern nahezu das Vorjahresniveau.
Der erst seit Anfang Mai amtierende Vorstandschef Christian Mias sprach daher von einer planmäßigen Entwicklung im ersten Halbjahr, in einem herausfordernden Umfeld. Er betonte dabei die Widerstandsfähigkeit des Geschäfts. Kein Wunder also, dass Mias auch die Jahresprognose bestätigte, wonach ein währungsbereinigtes Umsatzplus von zwei bis fünf Prozent bei einer Ebitda-Marge von 27 Prozent erreicht werden soll.
Die Schott Pharma-Aktie (A3ENQ5) entwickelte sich in den vergangenen Monaten sehr positiv und profitierte zuletzt auch von positiven Analysten-Kommentaren zusätzlichen Schwung. So stuften die Experten der Deutschen Bank den Wert zuletzt auf Buy mit Kursziel 22,00 Euro hoch.
Unsere positive Einschätzung bei unserer Besprechung im Februar [HIER klicken] bei Kursen um 15,00 Euro erwies sich also richtig, nachdem der Wert bereits über die 19-Euro-Marke geklettert war. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16 auf Basis der 2027er Schätzungen ist der Wert aber fundamental keineswegs ausgereizt. Hinzu kommt immerhin eine Dividenden-Rendite von rund einem Prozent.
Zuversichtlich stimmt uns aber vor allem die Charttechnik, nachdem sich aus dem März-Tief ein neuer Aufwärtstrend gebildet hat, der den Wert nun weiter nach oben führen kann. Ein kleiner Widerstand ist im Bereich unterhalb der 20-Euro-Marke zu erkennen, der aber kurzfristig aus dem Weg geräumt werden sollte. Wir bleiben daher bei unserer positiven Einschätzung für die Aktie.
Das im Februar vorgestellte Discount-Zertifikat (FA6TQ6) mit Bewertungstag am 19. Juni 2026 und Cap bei 16,00 Euro wurde zum Maximalbetrag getilgt. Anleger erzielten die Maximalrendite von 12,7 Prozent oder 35,6 Prozent p. a.
Die Alternative ist ein Einstiegsversuch via Discount-Zertifikat. Unser Favorit ist ein Rabatt-Papier (FE36SQ) mit Bewertungstag am 19. März 2027 und Cap bei 18,00 Euro. Geht die Aktie unter dem Cap-Level durchs Ziel, kaufen Anleger den Titel für 16,16 Euro, was dem aktuellen Zertifikatepreis entspricht und einen Discount von rund 14 Prozent gleichkommt. Steigt der Basiswert hingegen über das Cap-Niveau, dann tilgt der Emittent zum Maximalbetrag von 18,00 Euro. Dies bringt Anlegen dann eine Maximalrendite von 11,4 Prozent oder 15,6 Prozent p. a., was eine durchaus ordentliche Entschädigung für den verpassten Aktienkauf ist.
Schott Pharma-Aktie (Tageschart): im Aufwärtstrend



