Relativ großen Schwankungen war die Jungheinrich-Aktie (621993) in den vergangenen Monaten und Jahren unterlegen. Hauptgrund dafür ist natürlich die schwierige Konjunkturlage in unserer Region. Hinzu kommen die wohl immer mehr drohenden US-Zölle, die auch für den Gabelstapler-Hersteller eine Belastung darstellen können. Daher hatten auch zum Schluss der Vorwoche Analysten die Aktie abgestuft. Mit Blick auf die Fundamentalbewertung und die Charttechnik sehen wir aber durchaus Chancen.
Der Auftakt ins laufende Geschäftsjahr 2025 verlief erfolgreich: Der Gabelstapler-Hersteller steigerte den Umsatz um 2,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte leicht überproportional und drei Prozent auf 104,5 Millionen Euro. Somit blieb die operative Marge mit acht Prozent unverändert. Auch der Auftragseingang deutet darauf hin, dass Jungheinrich weiter gut im Geschäft ist: Er legte um 1,7 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro zu.
Der Vorstand will zukünftig das Unternehmen auch über Zukäufe wachsen lassen. Zudem soll eine verstärkte Digitalisierung und eine verbesserte Organisationsstruktur die Gewinne deutlicher sprudeln lassen. Bis 2030 will das Management den Umsatz organisch, also aus eigener Kraft, auf rund zehn Milliarden Euro anschwellen lassen, nach 5,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024. Dabei soll die Ebit-Marge die Zehn-Prozent-Marke erreichen.
Auch für das Gesamtjahr 2025 hat CEO Lars Brzoska klare Ziele: Demnach soll der Umsatz zwischen 5,4 und 6 Milliarden Euro durchs Ziel gehen, bei einem Ebit von 430 bis 500 Millionen Euro, nach 434 Millionen Euro im Jahr 2024. Dies soll zudem ohne das Russland-Geschäft erreicht werden, was nun endgültig beendet wird.
Aus fundamentaler Sicht erkennen wir mit einem 2026er-Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp zwölf durchaus Potential, auch vor dem Hintergrund des milliadenschweren Konjunkturprogramms der Bundesregierung. Hinzu kommt eine Dividenden-Rendite von mindestens zwei Prozent. Technisch muss nun die Hürde bei 40 Euro nachhaltig aus dem Weg geräumt werden, dann ist der Weg zu den Rekordnotierungen aus 2021 im Bereich von 48 Euro frei. Aktuell spricht auch der intakte Aufwärtstrend für eine derartige Bewegung, weshalb Langfristanleger auf den Trend aufspringen können.
Jungheinrich-Aktie (Tageschart): auf dem Weg nach oben



