Heidelberg, Heidelberger Druckmaschinen

Heidelberg-Aktie // Konsolidierung schafft Chancen

Von • 6. Mai 2022 • Anlagevisionen, Börsenvisionen, FeatureComments (0)1196

Drucken und somit auch der Verkauf (Vermietung) von Druckmaschinen ist seit Jahren für Heidelberger Druckmaschinen (Heidelberg) ein schwieriges Geschäft – und wird dieses wohl auch bleiben. Gleichwohl ist es Heidelberg im vergangenen Geschäftsjahr 2021/22 (1. April 2021 bis 31. März 2022) den Umsatz um 14 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu steigern.

Sowohl der Werbedruck als auch der Verpackungsdruck konnten deutliche Zuwächse verzeichnen. Die Nachfrage zog über nahezu alle Produkte und in allen Regionen hinweg an, vor allem Investitionen in Neumaschinen waren der wichtigste Treiber.

Das spürbar verbesserte Investitionsklima zeigte sich insbesondere in der Steigerung des Auftragseinganges im Jahr 2021/22 um mehr als 450 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf 2,5 Milliarden Euro. Das führte letztlich auch mit rund 900 Millionen Euro (Stand 31. März 2022) zu dem höchsten Auftragsbestand seit mehr als zehn Jahren (Vorjahreswert: 636 Millionen Euro).

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Das sollte ein gutes Polster für das laufende Geschäftsjahr sein, wobei abzuwarten bleibt inwieweit steigende Rohstoffpreise und Lieferketten-Probleme hier zu sinkenden Margen führen könnten. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der operative Gewinn (Ebitda) von 95 auf 160 Millionen Euro, was auch auf eine verbesserte Kosteneffizienz und dem Verkauf der Docufy (rund 22 Millionen Euro) sowie einer Liegenschaft in Großbritannien (rund 26 Millionen Euro) zurückzuführen ist. Der freie Cash-flow lag letztlich bei 88 Millionen Euro.

Zu einer Perle im Heidelberg-Konzern entwickelt sich der Bereich Elektromobilität, der prozentual am stärksten wuchs: Die Nachfrage nach Ladestationen für Elektrofahrzeuge, den sogenannten Wallboxen, zog stark an und konnte beim Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als 120 Prozent auf rund 50 Millionen Euro zulegen. Die operative Marge wurde trotz erhöhter Wachstumsinvestitionen in diesem Segment deutlich gesteigert. Gestartet ist Heidelberg Druckmaschinen hier als Zulieferer für die Automobilindustrie. Mittlerweile zählt das Unternehmen mit mehr als 165.000 verkauften Einheiten einer der großen Lieferanten der Branche.

Die Geschäfte von Heidelberger Druckmaschinen haben sich stabilisiert. Die Kosten hat das Unternehmen besser im Griff. Die neue Sparte Elektromobilität könnte Heidel Druck noch viel Freude bereiten, einen Börsengang irgendwann nicht ausgeschlossen. Die Aktie hat jüngst kräftig konsolidiert und befindet sich nun im Bereich der robusten  von zwei Euro. Das könnte eine gute Basis für einen Kursanstieg sein, gerade auch mit Blick auf den guten Auftragsbestand.

Heidelberger Druckmaschinen-Aktie (Tageschart): robuste Unterstützung

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Bildquelle: Heidelberger Druckmaschinen; Chartquelle: Guidants.com
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