Die Aktie von Kali und Salz – K+S – ist wieder da? Zumindest präsentiert sich das Papier in der aktuellen Krise recht robust. Das dürfte zu einem guten Teil an der Entwicklung der Düngerpreise derzeit liegen – diese steigen. Harnstoff, gemeinsam im Erdgas (Wasserstoff, Ammoniak) ein wichtiger Grundstoff für Stickstoffdünger, hat sich jüngst sogar rasant nach oben entwickelt. Die Ursache dafür ist rasch gefunden: der Konflikt mit dem Iran und die daraus resultierende Sperre der Straße von Hormus. Problem: Die global drei größten Harnstoff-Exporteure sind Saudi-Arabien, Katar und der Iran.
Schon im Januar, also vor der Eskalation der Situation im Iran, zogen die Preise für Kaliumdünger an, der neben Salz (Streusalz, Industrie, Lebensmittel, Futtermittel, Wasserenthärtung oder Pharma), das Hauptprodukt von K+S ist. Den Aktienkurs dürfte das tendenziell gestützt haben: Seit November 2025 geht es mit dem Kurs gen Norden, womit sich einen (robuster) Doppelboden (siehe auch Tageschart unten) gebildet haben könnte.
Bei der Aufwärtsbewegung wurde auch die 200-Tage-Durchschnittslinie und die Abwärtstrendlinie überschritten, wobei die Widerstandszone um 15 Euro noch nicht nachhaltig geknackt ist. Dennoch, die Chart-Situation bei K+S wirkt zurzeit konstruktiv.
Die Börse belohnt damit auch den wahrscheinlichen Turnaround im laufenden Geschäftsjahr 2026. In den ersten neun Monaten 2025 betrug der Umsatz 2.715 (9M/2024: 2.728) Millionen Euro und der operative Gewinn (Ebitda) 421 (394) Millionen Euro. Das Konzernergebnis belief sich auf minus 1.703 Millionen Euro, belastet durch außerplanmäßige Wertminderungen in Höhe von 2.068 Millionen Euro. Der (bereinigte) freie Cash-flow lag bei 62 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2025 erwartet K+S ein Ebitda zwischen 570 und 630 Millionen Euro (Prognose davor: 560 bis 640 Millionen Euro – 2024: 558 Millionen Euro). Den Geschäftsbericht 2025 will K+S am 12. März veröffentlichen.
Die aktuell Dynamik spricht für die K+S-Aktie [Plusvisionen hatte zuletzt HIER berichtet], insbesondere bei Kursen über 17 Euro. Fundamental ist K+S noch nicht einmal mit einem Jahresumsatz bewertet. Höhere Düngerpreise fallen da sicherlich auf einen fruchtbaren Boden. Bekanntermaßen ist die Aktie von K+S sehr schwankungsfreudig, weshalb sie spekulativen Anlegern vorbehalten bleibt. Ein Belastungsfaktor (Risikofaktor) sind natürlich auch für K+S (wie für so ziemlich jedes Unternehmen) steigende Energiepreise (Gaspreise).
K+S-Aktie (Tageschart): Doppelboden?



