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SAP-Aktie // Comeback der Software

Thomas Schumm5. Juni 20263 Min.0
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SAP, Aktie, DAX, Börse, Software, Walldorf

Vor allem in den Jahren 2023 und 2024 hat die SAP-Aktie [zuletzt HIER berichtet] eine fulminante Aufwärtsbewegung hingelegt. Ein Konsolidierung wurde immer wahrscheinlicher. 2025 geriet dann die Hausse ins Stottern. Charttechnisch bildete sich mit den Hoch im Februar und Juni (vor ziemlich genau einem Jahr) ein Doppeltop, das damals zur Vorsicht mahnte – mit Kursen unter 215 Euro war dieses schließlich vollendet. Es folgte ein deutliche Korrektur um gut 50 Prozent; erst bei 136 fand die Aktie ihren (vorläufigen?) Boden (das Hoch lag bei rund 280 Euro).

In diesem Jahr wurde die künstliche Intelligenz als Argument für den Rückgang angeführt. Spekuliert wurde darüber, ob KI die SAP-Software irgendwann ersetzen könnte oder die Margen unter Druck bringe. Allerdings ist die SAP-Software in aller Regel sehr tief in der DNA jener Unternehmen verankert, welche die SAP-Software einsetzen. Andere Programme (vielleicht eher durch KI zu ersetzen) flanschen an der SAP-Software an. SAP dürfte als zentrale Unternehmens–Software nur sehr schwer zu ersetzen sein – SAP ist mehr Infrastruktur als Software.

Nivida–Chef Jensen Huang zerstreute auf der Computex in Taiwan generell Sorgen vor einer Verdrängung traditioneller Softwareanbieter durch AI-Agents. Je mehr KI-Agenten es gäbe, desto mehr Software–Tools seien notwendig, so seine Prognose.

Die Zahlen für das erste Quartal 2026 von SAP waren durchaus erfreulich: Der Cloud–Auftragsbestand verbesserte sich um 20 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro und die Cloud-Umsätze legten um 19 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn stieg um 17 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Und SAP ist noch immer eine Cash-Generator, auch wenn der freie Cash–flow um neun Prozent auf 3,3 Milliarden Euro abnahm, ist das noch immer ein beachtlicher Wert.

Für das laufende Jahr 2026 geht SAP von Cloud-Erlösen (währungsbereinigt) zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro aus. Das entspräche einer Wachstumsrate von 23 bis 25 Prozent. Das Betriebsergebnis wird zwischen 11,9 und 12,3 Milliarden Euro (plus 14 bis 18 Prozent) und der freie Cash-flow bei rund zehn Milliarden Euro erwartet. Bis 2027 rechnet SAP mit einem beschleunigten Gesamtumsatzwachstum.

Zuletzt kam die SAP–Aktie wieder in Schwung, was auch mit der Aussage vom Nivida-Chef zusammenhing. Das Papier macht sich offenbar wieder auf den Weg nach oben. Die Chancen dafür stehen gut, angesichts der Geschäftszahlen und eines Aktienrückkaufprogramms in Höhen von zehn Milliarden Euro bis Ende 2027, auch wenn zahlreiche Barrieren warten (siehe Tageschart unten).

SAP-Aktie (Tageschart): Kurswende vor erstem Widerstand

SAP
Bildquelle: SAP; Chartquelle: stock3.com; möglicher Interessenskonflikt, Transparenzhinweis: Ein Autor der Plusvisionen-Redaktion hält eine langfristige Position in SAP

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