Die DHL-Aktie (555200), welche die meisten Börsianer noch als Papier der Deutschen Post kennen, musste am heutigen Donnerstag im frühen Handel deutliche Kursverluste hinnehmen. Schuld daran war vor allem ein vorsichtiger Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr.
Was wohl zu einem Abschmelzen der Kursverluste führte: Vorsichtige Prognosen haben derzeit unter Vorständen Konjuktur, wegen des unsicheren geopolitischen Umfelds – also ist dies kein DHL-spezifisches Problem. So steht im Xetra-System gegen 11.00 Uhr „nur noch“ ein Minus von rund drei Prozent auf 46,67 Euro. Vorbörslich wechselten DHL-Papiere gar schon bei 45,00 Euro den Besitzer.
Und so negativ hört sich der Ausblick auf 2026 gar nicht an: So verweist Konzernchef Tobias Meyer vor allem auf die vielen Variablen und zahlreichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der geopolitischen Lage. Daher erwartet er unter diesen Voraussetzungen keine Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds.
Auch dann soll das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) mindestens 6,2 Milliarden Euro erreichen. Dies wäre nur ein Schnaps mehr als die 6,1 Milliarden Euro, die der Bonner Konzern für 2025 meldete. Dies entsprach immerhin einem Plus von 3,7 Prozent zum Vorjahr. Das Problem: Die Analysten hatten im Vorfeld einen Wert um 6,4 Milliarden Euro prognostiziert.
Positiv: Der oder den Analysten wie beachtete Barmittelzufluss lag mit 3,2 Milliarden Euro knapp über den Expertenerwartungen. Und auch der Gewinn nach Steuern fiel mit 3,5 Milliarden Euro etwas besser aus, als die Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch die Dividendenerhöhung um 5 Cent auf 1,90 Euro pro Aktie.
Daraus ergibt sich eine sehr attraktive Dividenden-Rendite von 4,1 Prozent. Allein schon mit Blick auf diesen interessanten Wert stufen wir die DHL-Aktie als interessantes Investment ein. Uns gefällt zudem das attraktive Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13, was vor allem im historischen Vergleich als niedrig anzusehen ist. Langfristanleger können daher weitere schwache Tage zum Einstieg nutzen.
Wer es etwas defensiver haben möchte, dem bietet sich ein Bonus-Zertifikat mit Cap (FD57D7) an. Es läuft bis zum 18. Dezember 2026. Bleibt die bei 32 Euro (Abstand: rund 31 Prozent) platzierte Schwelle bis dahin unverletzt, erzielt der Anleger eine Maximalrendite von 10,5 Prozent oder hochgerechnete 12,9 Prozent p. a. Wird die 32er-Barriere hingegen verletzt, tilgt der Emittent via Lieferung der Aktie, die der Anleger dann allerdings zu einem höheren Preis einstehen hat.
Das im vergangenen März [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (SY2AP8) mit Bewertungstag am 19. Dezember 2025 und Cap bei 40 Euro wurde zum Höchstbetrag getilgt. Anleger erzielten den maximalen Gewinn von 9,3 Prozent oder hochgerechneten 11,4 Prozent p.a.
DHL-Aktie (Tageschart): Untertützungszone



