Rückläufige Umsätze und Gewinne kennzeichnen das vergangene Geschäftsquartal bei Stabilus. Der Automobil- und Industriezulieferer blickt zudem mit etwas mehr Vorsicht auf das Gesamtjahr, was einer Prognosesenkung gleichkommt. Die Stabilus-Aktie verlor daher im Tagesverlauf bis zu zehn Prozent an Wert und rutschte auf das niedrigste Niveau seit dem Frühjahr 2025 ab. Wir haben trotzdem Hoffnungen.
Das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 (30. September) brachte bei Stabilus einen Umsatzrückgang von 9,9 Prozent auf 316 Millionen Euro. Rund die Hälfte davon ist allerdings auf Währungseffekte zurückzuführen. Beim bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging es 23 Prozent auf 33,1 Millionen Euro nach unten, woraus sich eine Ebit-Marge von 10,5 Prozent ergibt.
Der Spezialist für Motion-Control-Lösungen, also für das präzise Bewegen, Positionieren sowie das Öffnen, Schließen, Heben, Senken und Verstellen beispielsweise von Türen oder (Heck-) Klappen, konkretisierte zudem seine Prognose für das Gesamtjahr. So erwartet das Management nun, dass Umsatz und Ebit-Marge am unteren Rand der bislang gültigen Prognose durchs Ziel gehen werden. So war der Konzern bislang von einem Umsatz von 1,3 bis 1,45 Milliarden Euro ausgegangen, bei einem Margenziel von elf bis 13 Prozent.
Vorstandschef Michael Büchsner stellte das herausfordernde Marktumfeld in den Mittelpunkt der Begründung für die rückläufige Entwicklung. Er betonte aber, dass Effizienzmaßnahmen den Konzern weiter nach vorne bringen können. Gleichzeitig betonte er aber, dass Stabilus mittel- und langfristig gut aufgestellt sei, auch bei schwierigen Marktbedingungen. Den Einfluss direkten Zölle kalkuliert Büchsner aktuell für das laufende Geschäftsjahr im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Allerdings betonte er, dass es auch indirekte Auswirkungen geben kann. Diese Unsicherheiten sorgten letztendlich für die Prognosesenkung.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von zehn, auf Basis gesenkte Schätzungen das kommende Geschäftsjahr, sowie einer Dividenden-Rendite von rund vier Prozent ist die Stabilus-Aktie (STAB1L) fundamental durchaus attraktiv bewertet. Wir bleiben daher bei unserer Einschätzung vom Mai [HIER klicken], wonach limitierte Käufe auf dem aktuellen Niveau durchaus erfolgen können. Charttechnisch könnte zudem das Tief aus dem Frühjahr 2025 bei rund 20 Euro erneut ein Wendepunkt sein.
Leider bieten die Emittenten von Zertifikaten weiterhin keine Papiere auf diesen Basiswert an. Speziell Discount-Zertifikate wären bei der vorhandenen Volatilität ein spannendes Produkt um in die Aktie verbilligt einsteigen zu können. Hier dürfen die Emittenten gerne nachlegen.
Stabilus-Aktie (Tageschart): Wo ist der Wendepunkt?



