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DHL-Aktie // Gewinn-Überraschung

Wolfgang Raum4. Mai 20262 Min.0
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DHL
Bildquelle: DHL

Anfang März hatten wir zuletzt die DHL-Aktie (555200), die Börsianer eher als Papier der Deutschen Post kennen und auch bezeichnen, unter die Lupe genommen [HIER klicken]. Damals hatten wir uns gefragt, warum das Unternehmen eine sehr vorsichtige Prognose für 2026 abgab. Heute, rund zwei Monate später, wissen wir, dass dies – mit Blick auf das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld, richtig war. Trotzdem lagen die Zahlen des ersten Quartals vor allem beim operativen Ergebnis über den Erwartungen.

Dies betrifft das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) welches um 8,3 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro kletterte. Dies war mehr als die Analysten im Vorfeld erwartet haben, sie hatten ein Ebit auf Vorjahresniveau erwartet. Positiv viel zu dem auf, dass der freie Barmittelzufluss vor Zu- und Verkäufen mit 1,2 Milliarden Euro rund 60 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Den gegenüber sank der Umsatz etwas stärker als es die Experten prognostiziert hatten: Hier ging es um rund zwei Prozent auf 20,4 Milliarden Euro nach unten.

Ausschlaggebend waren beim Umsatz wohl vor allem Wechselkurs-Effekte. Für das gute Ergebnis sorgten hingegen speziell Express-Sendungen der Warentransport auf dem Luft- und dem Seeweg. Dem steht gegenüber, dass das klassische Briefgeschäft weiter nachlässt. Den Ausblick, wonach das Ebit mehr als 6,2 Milliarden Euro erreichen wird und der freie Barmittelzufluss auf rund drei Milliarden Euro klettern wird, wurde vom Team um Vorstandschef Tobias Meyer erwartungsgemäß bestätigt.

Die DHL-Aktie, die bei unserer Besprechung im März bei rund 46 Euro lag, zog vorbörslich relativ deutlich an, auf Kurse jenseits der 50-Euro-Marke. Im Tagesverlauf des heutigen Montags konnte der Titel dieses Niveau jedoch nicht behaupten. Offensichtlich nahmen hier Anleger Gewinne mit, nach dem Motto „sell on good news“. Denn fundamental bleibt das Papier attraktiv. Dies lässt sich am Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 und der Dividenden-Rendite von rund vier Prozent gut ablesen. Langfristanleger können daher weiter Stücke an schwachen Tagen einsammeln.

Wer es etwas defensiver haben möchte, dem bietet das bereits im März [HIER klicken] vorgestellte Bonus-Zertifikat mit Cap (FD57D7) an. Es läuft bis zum 18. Dezember 2026. Bleibt die bei 32 Euro (Abstand nun rund 35 Prozent) platzierte Schwelle bis dahin unverletzt, erzielt der Anleger jetzt noch eine Maximalrendite von 5,8 Prozent (8,8 Prozent p.-a., nach 10,5 Prozent im März. Wird die 32er-Barriere hingegen verletzt, tilgt der Emittent via Lieferung der Aktie, die der Anleger dann allerdings zu einem höheren Preis einstehen hat.

DHL-Aktie (Tageschart): Untertützungszone

Bildquelle: DHL; Chartquelle: stock3.com

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