Knapp zwei Jahre ist es her, dass wir uns zuletzt mit der Symrise-Aktie (SYN999) bei Plusvisionen beschäftigt hatten [HIER klicken]. Damals notierte der Wert noch exakt an der 100-Euro-Marke, heute kostet der Titel rund 30 Prozent weniger. Dies liegt aber nur zum Teil an den frisch vorgelegten 2025er Zahlen und dem vorsichtigen Ausblick auf 2026.
Denn die 2025er Geschäftszahlen waren solide. Bei einem organischen Umsatzwachstum von 2,8 Prozent erzielte der Duftspezialist einen Umsatz von 4,93 Milliarden Euro. Beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) ging es um 4,5 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro nach oben. Entsprechend verbessert es sich die Ebitda-Marge von 20,7 auf 21,9 Prozent.
Anleger sollen am Unternehmenserfolg mit einer auf 1,25 Euro pro Aktie erhöhten Dividende profitieren. Dies entspricht der 16. Dividenden-Erhöhung in Folge, nachdem im Vorjahr lediglich 1,20 Euro pro Anteilschein ausbezahlt worden waren. Zudem gab die Gesellschaft bekannt, dass im Volumen von 400 Millionen Euro eigene Aktien zurückgekauft wurden.
Im aktuellen Umfeld überrascht es nicht, dass auch Symrise bei der Prognose für 2026 relativ vorsichtig bleibt. Der Konzern strebt ein organisches Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent an. Beim Ebitda soll die Marge von 21,5 bis 22,5 Prozent erreicht werden. Einen optimistischeren Ausblick behinderte das unsichere geopolitische Umfeld, aber auch die unkalkulierbaren Zoll-Risiken, nachdem Symrise auch in die USA verkauft.
Die Symrise-Aktie reagierte auf die Datenvorlage und den Ausblick mit leichten Kursverlusten. Allerdings hatte der Titel schon im Vorfeld und in der jüngeren Vergangenheit Abschläge hinnehmen müssen. So kostete der Titel noch im Sommer 2025 mehr als 105 Euro. Aus fundamentaler Sicht ist der Wert mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17, auch mit Blick auf das überschaubare Wachstum, fair bewertet. Gefallen kann aber die Dividenden-Rendite von knapp 1,8 Prozent.
Charttechnisch markierte der Titel trotz der Gesamtmarktschwäche zuletzt kein neues Zwischentief. Dieses stammt aus dem Dezember und liegt im Bereich von 67 Euro. Somit könnte die Aktie tatsächlich ihren Boden gefunden haben. Trotzdem bleiben mit Blick auf die Iran-Entwicklungen gewisse Risiken. Einstieg bleibt daher risikofreudigen Anlegern vorbehalten.
Deutlich besser gefällt uns ein Einstiegsversuch via Discount-Zertifikat. Unser Favorit (FA74VB) mit Cap bei 70 Euro wird am 18. Dezember 2026 final abgerechnet. Notiert die Aktie dann über dem Cap von 70 Euro, erzählt der Anleger eine Maximalrendite von 10,9 Prozent oder 13,3 Prozent p. a. Geht der Basiswert hingegen unter dem Höchstbetrag durchs Ziel, tilgt der Emittent durch Lieferung der Aktie. Der Einstandskurs beträgt dann 63,10 Euro, was dem aktuellen Zertifikate Kurs entspricht und einem Discount von knapp zwölf Prozent gleichkommt.
Das bereits Ende 2023 [HIER klicken] und im April 2024 [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (SQ72QL) mit Cap bei 100 Euro und Laufzeit bis zum 21. Juni 2024 wurde übrigens zum Maximalbetrag getilgt. Anleger, die bei Erstempfehlung zugriffen, erzielten einen Gewinn von knapp zehn Prozent.
Symrise-Aktie (Tageschart): Chance auf Bodenbildung



