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Eyemaxx-Anleihe // Ein Papier für Sicherheitsfanatiker

by • 3. Juli 2020 • Anleihenvisionen, FeatureComments (0)893

Es gibt gewisse unverrückbare Regelmäßigkeiten im Zeitenlauf: Ende Juni endet die Spargelzeit, spätestens Anfang November kommen die Winterreifen ans Auto – und einmal im Jahr begibt die Eyemaxx Real Estate AG eine Unternehmensanleihe. Auch dieses Jahr ist in der Hinsicht alles wie immer und dann doch ganz anders. Denn das Immobilienunternehmen hat seine neue bis 2025 laufende Anleihe (A289PZ) aufgemotzt wie selten zuvor. Der Kupon beträgt 5,5 Prozent pro Jahr, wobei es viermal im Jahr eine Zinszahlung gibt.

Diese Kuponhöhe ist schon im Vergleich zu zahlreichen anderen Anleihen von Emittenten aus der Immobilienbranche ordentlich. Erst recht gilt dies vor dem Hintergrund, dass Eyemaxx ein langfristig bewährtes Geschäftsmodell hat und als Anleiheemittent über einen langen, guten Track Record verfügt. Offensichtlich sind sich die Immobilienspezialisten aus Österreich aber trotzdem nicht ganz sicher, dass in Corona-Krisenzeiten diese Zutaten ausreichen, um Anlegern ihren neuen Bond schmackhaft zu machen.

Und so haben sie noch ein umfassendes Sicherheitenkonzept draufgepackt. Bei der 30-Millionen-Euro-Anleihe werden grundpfandrechtliche Sicherheiten in identischer Höhe zusätzlich gestellt. Für 20 Millionen Euro werden die Gläubiger sogar im 1. Rang bei Logistikimmobilien ins Grundbuch eingetragen und weitere 10 Millionen Euro an Sicherheiten werden im 2. Rang bei einer Neubauimmobilie eingetragen. Um auch ganz auf Nummer Sicher zu gehen, hat Eyemaxx auch noch die Mieteinnahmen der Immobilien in Millionenhöhe verpfändet, um auf diese Weise die Zahlung des Zinskupons abzudecken.

Bei der Sicherheitenorgie der neuen Eyemaxx-Anleihe wird mancher Investor das Geschäftsmodell der inhabergeführten und börsennotierten AG womöglich nur als schmückendes Beiwerk empfinden. Dabei war die Kombination aus Bestandshaltung von Immobilien in Deutschland und Österreich und Projektentwicklung in diesen Ländern bereits in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Ganze Quartiersentwicklungen aus Wohn- und Gewerbeobjekten beispielsweise in Berlin-Schönefeld setzt Eyemaxx dabei ebenso um wie einen neuen Büroturm im hessischen Offenbach. Bei den Bestandsimmobilien liegt ein Hauptaugenmerk auf Logistikobjekten. Rund ein Drittel der Entwicklungsprojekte sind übrigens bereits heute schon zu festen Preisen mittels „Forward Sales“ verkauft.

Das Eigenkapital von Eyemaxx lag zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres bei 65 Mio. Euro und das Ergebnis nach Steuern bei 6,6 Mio. Euro. Im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres dürfte Corona einige Bremsspuren in der Bilanz hinterlassen haben. Der erfahrene Firmenchef Michael Müller betont aber, dass Eyemaxx langfristig gut auf Kurs ist.


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Anleger können die neue 5,5%-Eyemaxx-Anleihe (A289PZ) bis zum 20. Juli zeichnen. Angesichts des soliden Geschäftsmodells und des üppigen Sicherheitskonzepts halten wir den Bond für eine gute Investmentidee. Wer die Eyemaxx-Anleihe 2016/2021 (A2AAKQ) im Depot hat, kann sie bis 16. Juli in den neuen Bond tauschen, die Bedingungen dafür halten wir für fair.

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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