Das Börsen-Comeback von Douglas, welches im März 2024 erfolgte, ist keine Erfolgsgeschichte. Denn der Kurs der Douglas-Aktie (BEAU1Y) ist zwar zunächst bis auf 25,60 Euro gestiegen, dann aber bei nahezu konstant fallenden Kursen im Mai bis auf ein Tief bei 8,23 Euro abgestürzt. Auslöser waren schwache Quartalszahlen und Analysten-Abstufungen. Nun wird aber ein Analyst wieder etwas zuversichtlicher.
Doch der Reihe nach: Nachdem das Auftaktquartal zum Geschäftsjahr 2025/26 (bis 30. September) mit dem Weihnachtsgeschäft noch relativ gut lief, kam es im zweiten Quartal zu Enttäuschungen. So lag das Umsatzwachstum mit 1,1 Prozent auf 947,7 Millionen Euro noch im Rahmen Erwartungen, doch beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) sorgte ein Minus von 5,1 Prozent auf 116,1 Millionen Euro für Enttäuschungen, denn dadurch sank die entsprechende Marge von 13,0 auf 12,2 Prozent.
Noch dramatischer ist die Entwicklung beim Nettoergebnis: Hier kam es im Q2 zu einem Verlust von 124,6 Millionen Euro. Dieser stand in engen Zusammenhang mit Goodwill-Abschreibungen von knapp 100 Millionen Euro, die vor allem das Geschäft in Frankreich betrafen.
Plusvisionen
Zudem senkte der Konzern seine Guidance für das Gesamtjahr. So soll der Umsatz nun nur noch am unteren Ende der bisherigen Spanne von 4,65 bis 4,80 Milliarden Euro liegen. Die Ebitda-Marge soll bei rund 16,0 Prozent durchs Ziel gehen. Hier war bislang ein Wert von 16,5 Prozent das erklärte Ziel.
An diesem Mittwoch hat nun ein Analyst von Berenberg der Aktie eine positivere Zukunft in Aussicht gestellt. Er betonte dabei, dass die Douglas-Aktie im mauen Konsumumfeld nicht hoch im Kurs steht. Der Experte bleibt aber optimistisch und rät zum Kauf mit Kursziel 16 Euro.
Tatsächlich zeigt das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von acht an, dass der Wert fundamental günstig bewertet ist. Dem steht allerdings gegenüber, dass der Konzern nur ein geringes Wachstum generieren kann. Zudem wirkt die Guidance-Senkung weiter negativ nach. Leichte Hoffnungen macht aber die Charttechnik. So hat der Titel seit zwei Wochen kein neues Tief mehr generiert. Daher könnte sich nun die aktuelle Gegenbewegung fortsetzen und den Titel bis zur Zehn-Euro-Marke führen. Von dort wäre dann die Linie bei 12,00 Euro das nächste Kursziel.
Aussichtsreich erscheint ein Discount-Zertifikat (DU8U7N) mit Cap bei 8,00 Euro und Bewertungstag am 19. März 2027. Rutscht der Basiswert am Laufzeitende unter die Acht-Euro-Marke, tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Der Einstandskurs liegt dann bei 7,22 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Kurs entspricht. Der Rabatt gegenüber dem Direktinvestment läge bei rund 21 Prozent. Geht die Aktie hingegen über dem Cap bei 8,00 Euro über die Ziellinie, erzielt der Anleger aktuell eine Maximalrendite von 11,1 Prozent (13,5 Prozent p.a.), da er dann 8,00 Euro in Cash ausbezahlt bekommt.
Douglas-Aktie (Tageschart): Ist das schon der Wendepunkt?




