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Rhön Klinikum-Aktie // Gesundungsprozess ohne Sprünge

by • 3. Juni 2019 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (0)734

Am 5. Juni wird in der Stadthalle von Bad Neustadt die Hauptversammlung (HV) des Rhön Klinikums stattfinden. Voraussichtlich wird eine Dividende von 0,29 Euro verabschiedet, was auf dem aktuellen Kursniveau einer Dividenden-Rendite von 1,1 Prozent entspricht. Immerhin, schließlich gibt es für zehnjährige Bundesanleihen derzeit lediglich minus 0,21 Prozent. Wer nicht auf die Dividende aus ist, der kann natürlich auch den Ex-Tag – einen Tag nach der HV – abwarten.

In diesem Jahr hat sich die Rhön Klinikum-Aktie schon ansehnlich nach oben bewegt. Zurzeit befindet sie sich in einer Konsolidierung, da der Abstand zur 200-Tage-Linie zeitweise doch ein wenig groß geworden ist. Nach unten ist das Klinik-Papier bei 22/23 Euro recht gut abgesichert. Hier befindet sich eine Unterstützungslinie, die bis in die Jahre 2007/2008 zurückgeht.

Die Börse hat durch eine gutes erste Quartal wieder Mut gefasst. Die Umsatzerlöse waren um vier Prozent geklettert. Allerdings ist der Konzerngewinn um gut 14 Prozent auf 8,9 Millionen Euro gefallen (0,12 Euro je Aktie). Mickrig sind die Ebit-Marge mit 3,4 (4,0) Prozent und die Ebitda-Marge mit 8,9 (8,9) Prozent. Rhön Klinikum muss und will bei diesen Kennzahlen spürbar zulegen.

Problemfaktoren sind der Fachkräftemangel, die zunehmende Regulierung und die Kosten der Digitalisierung. Gerade die Digitalisierung bietet aber mit der Telemedizin (Ärztemangel auf dem flachen Land, Lockerung des Fernbehandlungsverbots) neue Erlösquellen und durch effizientere Abrechnungsmechanismen große Einsparmöglichkeiten.

Für nachhaltig höhere Kurse muss Rhön Klinikum die Marge steigern, was eine Herausforderung in dieser Branche ist, weil auch Fingerspitzengefühl gefragt ist, schließlich geht es letztlich um hilfsbedürftige Menschen. Uninteressant fast ist der Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), da die Gewinne – noch – zu klein sind. Die Rhön Klinikum-Aktie ist allerdings gut mit Eigenkapital von 1,2 Milliarden Euro bei einer Marktkapitalisierung von 1,7 Milliarden Euro unterlegt.

Zu große Sprünge nach oben sollten sich Anleger von der Rhön Klinikum-Aktie nicht erwarten, aber es ist dennoch ein Gesundheitswert, der perspektivisch seinen Reiz hat, nicht zuletzt auch wegen seiner geringeren Konjunkturabhängigkeit.


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Rhön Klinikum-Aktie (Wochenchart): Konsolidierungsphase

Rhön Klinikum Aktie

Bildquelle: Rhön Klinikum

 

 

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