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Industrien mit den schärfsten Handelsnormen

by • 2. Mai 2019 • ServiceComments (0)913

Produkthaftung, das heißt die Haftung auf Schadenersatz, die vom Hersteller für Schäden am Endabnehmer infolge eines fehlerhaften Produktes eingefordert werden kann, ist für alle Industrien von Belang. Ursache für Klagen auf Produkthaftung kann sein, dass ein Produkt fehlerhaft konstruiert wurde, dass ein Produkt ohne, mit falscher oder unvollständiger Gebrauchsanleitung auf den Markt gekommen ist, oder dass bei der Qualitätskontrolle Mängel übersehen wurden.

In der Regel haftet der Verkäufer nur für Mängel des Produktes (von ihm kann Nachbesserung oder Ersetzen des Produktes verlangt werden), nicht auch für Folgeschäden. Diese werden vom Produkthersteller getragen und beinhalten weitergehende Sach- und Personenschäden. Im Einzelfall wird dann ermittelt ob den Hersteller Verschulden am Mangel trifft. Jedoch kann sich der Betroffene selbst wenn der Hersteller nicht schuld am Mangel gefunden wird auf das Produkthaftungsgesetz berufen und unter Umständen Schmerzensgeld verlangen.

Um teure Rechtstreite und Auszahlungen an betroffene Endabnehmer zu vermeiden, schützen sich Produzenten durch Produkthaftpflichtversicherungen und industrieweite oder sogar globale Handelsnormen. Die sehen bei verschiedenen Industrien, die bei Produkthaftung anfällig sind, durchaus unterschiedlich aus.

Deutsche Rohstoff

Konsum-Elektronik

Norme in der Elektronikwelt sind vielfältig und standard. Von der Kompatibilität mit Stromnetzen, zur Batterielaufdauer und Sicherheitsvorschriften, ist bei der Konsumer-Elektronik so gut wie alles vorgeschrieben. Das garantiert nicht zwangsläufig das lange Leben der Geräte, sollte aber dafür sorgen, dass Risikos wie Kabelbrände oder Stromschläge, die leicht verheerende Auswirkungen haben können, möglichst klein gehalten werden

Automobilindustrie

Die Automobilindustrie ist besonders in letzter Zeit unter die Lupe geraten, was Treibstoffverbrauch und Abgase angeht. Dazu kommt noch, dass laut WHO Studie Verkehrunfälle die häufigste Todesursache junger Menschen ist. Der Autohersteller muss im Autobau ständig die Qualität kontrollieren und sicher stellen, dass Materialien und Bauarten internationalen Normen entsprechen.

Pharmazie und Medizin

Strenge Produkthaftung findet man auch in der Pharmazie und Medizin, wo jegliche Mängel leicht weitgehende Personenschäden verursachen können. So kann zum Beispiel, laut kürzlicher Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, der ursächliche Zusammenhang zswischen den Fehler eines Impfstoffes und einer Krankeit, trotz fehlender wissenschaftlicher Übereinstimmung, durch ein Bündel übereinstimmender und klarer Indizien bewiesen werden, und ein potentieller Fehler eines medizinischen Gerätes die Einstufung aller Geräte des Modells als fehlerhaft rechtfertigen.

Bei solch strengen Regelungen folgt es logisch, dass Qualitätskontrolle in den beiden Branchen als höchst wichtig angesehen wird. Es gibt einige Firmen, die außer Haus solchen Service anbieten, und alle großen Hersteller von medizinischen Geräten und Stoffen haben auch ihre internen Qualitätsregelungen. Auch der TÜV bietet an Medizinprodukte auf die Anforderungen der maßgeblichen internationalen Normen zu prüfen.

Bildquelle: Rainer Sturm / Pixelio.de
Deutsche Rohstoff

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