Smartbroker erzielte im Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Zahlen Umsatzerlöse in Höhe von 69,0 Millionen Euro und eine schwarze Null beim operativen Gewinn (Ebitda); für Smartbroker+ konnten rund 77.350 Neukunden gewonnen werden. Damit lagen sowohl Umsatz als auch Ergebnis im Bereich der vom Unternehmen mehrfach angehobenen Guidance, schreibt GBC Research in einer aktuellen Studie.
Für 2026 rechnet der Online-Broker mit einem Konzernumsatz in einer Bandbreite von 66,0 bis 72,0 Millionen Euro und mit einem operativen Ebitda zwischen minus 1,5 und plus 1,5 Millionen Euro. Im Brokerage-Segment werden für 2026 rund 100.000 Neukunden erwartet.
Die nun veröffentlichten Zahlen seien insgesamt leicht besser als von GBC Research prognostiziert. Damit bestätige sich die starke operative Dynamik, die sich bereits im Jahresverlauf abgezeichnet habe. Insbesondere die hohe Handelsaktivität, das kräftige Kundenwachstum und Fortschritte bei der operativen Skalierung der Plattform hätten sich positiv bemerkbar gemacht.
Positiv wertet GBC, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 vor Berücksichtigung der Aufwendungen für die Neukundengewinnung operativ profitabel war und ein deutlich positives Ebitda vor Customer Acquisition Costs erzielen konnte. Dies unterstreiche die zunehmende operative Tragfähigkeit des Geschäftsmodells. Die Ergebnisentwicklung sei damit weniger Ausdruck eines strukturellen Margendrucks als vielmehr Folge bewusst hoher Investitionen in weiteres Wachstum.
Besonders hervorzuheben sei die aus GBC-Sicht überdurchschnittlich hohe Handelsaktivität der Kundenbasis: Smartbroker+-Kunden führten im Jahr 2025 im Durchschnitt rund 38 Trades aus. Damit läge das Aktivitätsniveau klar über vielen Wettbewerbern. Das sei relevant, da die Monetarisierung im Brokerage-Geschäft wesentlich von der Handelsfrequenz abhängt.
Die hohe Trading-Aktivität deute daher darauf hin, dass Smartbroker+ überdurchschnittlich erfolgreich darin sei, trading-affine und damit wirtschaftlich attraktivere Kunden zu gewinnen. Dies stütze die strategische Positionierung des Unternehmens im Segment aktiver Anleger und sollte sich mittelfristig in einer strukturell attraktiveren Umsatzqualität je Kunde niederschlagen.
Die 2026er Guidance erscheine auf den ersten Blick zurückhaltend, sei aus GBC-Sicht jedoch als solide und gut erreichbar einzustufen. Hintergrund der konservativen Einordnung dürfte insbesondere das ab Juli 2026 greifende Pfof-Verbot sein, durch das künftig keine entsprechenden Kick-Back-Zahlungen (Vergütungen für die Weiterleitung von Kundenorders an bestimmte Handelsplätze) mehr vereinnahmt werden dürfen. Der Wegfall dieser Erlöse soll, nach Unternehmensangaben, durch frühzeitig eingeleitete Kostenmaßnahmen nahezu vollständig kompensiert werden.
Unterstützend wirke das weiterhin profitable Portalgeschäft, das unverändert eine stabile Ergebnisbasis liefert: Für 2026 rechnet Smartbroker in diesem Segment mit einem Umsatz von rund 28 Millionen Euro und mit einem Ebitda von rund sechs Millionen Euro. Diese Ertragsbasis fungiere als verlässlicher Cash-flow-Anker und schaffe den notwendigen finanziellen Spielraum, um die Wachstumsinitiativen im Brokerage Segment konsequent fortzuführen, so GBC.
Der starke Jahresauftakt 2026, die weiterhin hohe Investitionsbereitschaft in Kundenwachstum und Technologie sowie die verbesserte mittelfristige Wachstumsperspektive unterstreichen nach Ansicht von GBC Research das attraktive Chancenprofil von Smartbroker. GBC vergibt aktuell ein Kaufen mit einem Kursziel von 17,60 Euro. Die vollständige Studie kann HIER heruntergeladen werden.
Smartbroker-Aktie (Tageschart): unter die 200-Tage-Linie gerutscht



