Am 19. Februar habe Verve vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht, schreibt GBC Research in einer aktuellen Studie. Der Ad-Tech-Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr, trotz eines schwierigen Werbemarktes und anspruchsvollen Umfelds, dank einer soliden Performance im Auftakt- und Schlussquartal, einen deutlichen Anstieg der ausgewiesenen Konzernumsatzerlöse um 26,1 Prozent auf 550,92 Millionen Euro.
Zur positiven Erlösentwicklung bei Verve trug, laut GBC, insbesondere das deutliche Wachstum im vierten Quartal um 9,9 Prozent auf 193,84 Millionen Euro bei, was auch die Rückkehr auf den Wachstumskurs markiere (nach zuvor Umsatzrückgängen im zweiten und dritten Quartal 2025).
Angetrieben wurde das Wachstum im vierten Quartal, dem traditionell umsatzstärksten Jahresquartal, einerseits durch signifikante organische Umsatzzuwächse (organischer Umsatzbeitrag: 5,3 Prozent) und andererseits durch anorganische Wachstumseffekte aus den im dritten Quartal 2025 getätigten Akquisitionen von Captify und Acardo, die 12,2 Prozent zum Umsatzwachstum des Schlussquartals beisteuerten.
Die im Jahresverlauf umgesetzten strukturellen Kosten- und Effizienzmaßnahmen zeigten sich bei der Margen- und Ertragsentwicklung bereits im vierten Quartal. So konnte die Bruttomarge (vergleichbare Umsatzerlöse abzüglich eingekaufter Services) signifikant auf 44,6 Prozent (Bruttomarge Q4 2024: 40,6 Prozent) zulegen. Diese Margen-Erholung resultiere insbesondere aus der erfolgreichen Plattformvereinheitlichung und der damit verbundenen Verbesserung der Performance und Effizienz des Technologie-Stacks.
Trotz höherer Bruttomarge bewegte sich das bereinigte Ebitda aufgrund von Vertriebsinvestitionen und negativen Währungseffekten mit 48,60 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Hieraus errechne sich eine bereinigte Ebitda-Marge von 25,1 Prozent (Q4 2024: 27,5 Prozent).
Vor dem Hintergrund der im wichtigen Q4 2025 gelungenen Rückkehr auf den profitablen Wachstumskurs, dem positiven Ausblick und der konsequenten Umsetzung der Wachstumsstrategie, bestätigt GBC Research seine bisherige Umsatz- und Ebitda-Prognose, wobei die Nettoergebnisschätzungen für das aktuelle Geschäftsjahr 2026 und das Folgejahr 2027, wegen nicht zahlungswirksamen Abschreibungseffekten, reduziert wurden.
Durch den weiteren intensiven Ausbau der Vertriebsbasis, der verbesserten Plattformstruktur und den innovativen ID-losen-Targeting-Lösungen sollte es Verve, so GBC, gelingen, bereits ab dem aktuellen Geschäftsjahr wieder eine deutlich höhere Wachstumsdynamik zu erreichen. Durch die verbesserte Bruttomargenstruktur sollte das Ergebnis überproportional steigen.
Basierend auf der bestätigten GBC-Umsatz- und operativen Ergebnisschätzungen hat GBC das bisherige Kursziel für die Verve-Aktie leicht auf 7,65 Euro, nach zuvor 7,95 Euro, gesenkt. Die Kurszielreduktion resultiere aus der Erhöhung des risikofreien Zinses und dem damit verbundenen Anstieg der gewichteten Kapitalkosten. Kurszielerhöhend wirke hingegen der erstmalige Einbezug des Geschäftsjahres 2028 in die GBC-Detailschätzperiode und die demzufolge höhere Ausgangsbasis für die Prognosen der darauffolgenden Geschäftsjahre. In Anbetracht des aktuellen Kursniveaus vergibt GBC damit weiterhin das Rating Kaufen.
Verve-Aktie (Tageschart): kräftige Verlust nach Top-Formation



