Im vergangenen Jahr hat die Basler–Aktie eine beeindruckende Wertentwicklung hingelegt: Vor ziemlich genau zwölf Monaten notierte das Papier bei rund fünf Euro; im Oktober schob es sich an die 20-Euro-Marke heran, derzeit steht es bei gut 16 Euro. Basler stellt das her, was auch als die Augen der KI bezeichnet werden können: Kameras zur industriellen Bildverarbeitung. Diese werden, samt zugehöriger Software, in den Bereichen Robotik, Analyse oder Inspektion eingesetzt.
Das Artikelbild (siehe oben) zeigt eine Zeilenkamera von Basler. Sie wird bei der Qualitätssicherung in der Batterieherstellung eingesetzt. Die Oberfläche von Batterieelektroden ist von einer Schicht umgeben, deren Qualität für die optimale Funktion der Batterie essenziell ist. Um im Prozess auch kleinste Defekte auf den Elektroden mit einem Machine Vision System sicher zu identifizieren, braucht es eine entsprechende leistungsfähige Kamera, die, in diesem Fall, von Basler geliefert wird.
Während Corona haben die Basler-Produkte, durch die Produktionsausweitung in der Elektronik-Industrie, einen Boom erlebt. 2022 schnellte der Umsatz auf 272 Millionen Euro. In den Folgejahren brach die Nachfrage ein; 2023 auf 203 Millionen Euro und 2024 auf 184 Millionen Euro.
Für das laufende Jahr erwartet Basler, nach kürzlich erhöhter Prognose, einen Umsatz zwischen 220 und 225 Millionen Euro bei einer Vorsteuerrendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent. Bisher wurde für das Geschäftsjahr 2025 ein Konzernumsatz zwischen 202 und 215 Millionen Euro und eine Vorsteuerrendite von zwei bis sechs Prozent in Aussicht gestellt.
Die Geschäfte haben sich somit wieder stabilisiert. In den ersten neun Monaten konnten Auftragseingang und Umsatz deutlich gesteigert werden: Der Auftragseingang legte um 29 Prozent auf 171,8 Millionen Euro zu und der Umsatz um 23 Prozent auf 168,0 Millionen Euro.
Das operative Ergebnis (Ebitda) verdreifachte sich dabei auf 27,2 Millionen Euro und das Vorsteuerergebnis stiegt von minus 4,9 auf 13,4 Millionen Euro. Der operative Cash-flow betrug 20,1 (12,7) Millionen Euro und der für die Dividenden-Ausschüttung (für das Geschäftsjahr 2024 wurde keine Dividende gezahlt) wichtige freie Cash–flow 12,4 (1,5) Millionen Euro.
Bis 2028 geht Basler von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 15 Prozent – Umsatz von 275 Millionen Euro – und einer Vorsteuermarge von zwölf Prozent aus. Das macht die Aktie nach wie vor zu einem attraktiven, wenn auch nicht ganz günstigen, Investment.
Charttechnisch ringt das Papier gerade (nach einem Pullback) mit dem Abwärtstrend. Die 200-Tage-Linie ist aufwärts gerichtet. Die Zone um die Zwölf-Euro-Marke sollte möglichst nicht unterschritten werden.
Basler-Aktie (Tageschart): Abwärtstrend angeknackst



