Nach einem fulminanten Aufwärtstrend seit dem letzten Bericht über PVA Tepla HIER auf Plusvisionen hat der Kurs der Aktie zwischenzeitlich rund 165 Prozent zugelegt. Die Grund dafür ist bekannt: künstliche Intelligenz. PVA Tepla stellt Anlagen für die Kristallzucht her sowie entsprechende Mess- und Inspektionsgeräte, diese werden für die Wafer-Produktion benötigt und Wafer sind die Basis für Computerchips, die wiederum massenhaft für KI-Anwendungen benötigt werden.
Mit den Zweifeln über die Geschwindigkeit des weiteren Ausbaus der KI-Infrastruktur ist auch die PVA Tepla-Aktie zurückgekommen, von mehr als 45 Euro auf gut 28 Euro (siehe auch Tageschart unten). Der Bereich um die Marke von 30 Euro hat sich jedoch als robuste Unterstützungszone erwiesen, zudem verläuft bei rund 28 Euro auch eine Haltelinie (siehe Chart).
Inzwischen notiert die PVA Tepla-Aktie wieder bei rund 34 Euro und damit auch über der 200-Tage-Durchschnittslinie, die aktuell bei 32,60 Euro verläuft. Ist damit die Kurswende vollzogen? Noch kann sich der Anstieg als Bullenfalle erweisen, aber das derzeitige Momentum spricht, aus technischer Sicht, eher für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.
Gestützt wird dieses Szenario von einer langfristigen Nachfrage nach PVA Tepla-Produkten, die das Unternehmen sieht: „Die Nachfrage nach unseren Technologien bleibt auf einem guten Niveau … Wir sehen insbesondere eine langfristig hohe Nachfrage nach unseren Metrologie-Lösungen. So sind unsere bestehenden Metrologie-Kapazitäten bereits bis Mitte 2027 weitgehend ausgelastet, die im Aufbau befindlichen Kapazitäten füllen sich bereits mit Kundenprojekten und ersten Reservierungen für 2028“, weiß Jalin Ketter, CEO von PVA Tepla.
Im ersten Halbjahr 2026verbesserte sich der Auftragseingang um 80 Prozent auf 186,7 Millionen Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Der Konzernumsatz erhöhte sich in diesem Zeitraum leicht auf 120,5 Millionen Euro, nach 119,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Nach einem Umsatzrückgang im ersten Quartal verbesserte sich die Umsatzentwicklung im zweiten Quartal spürbar. Der Quartalsumsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um acht Prozent.
Der operative Gewinn (Ebitda) erreichte 4,4 Millionen Euro, nach 14,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Drei von den 4,4 Millionen Euro wurden im zweiten Quartal erwirtschaftet. Die Ebitda–Marge lag bei 3,6 Prozent, nach 12,5 Prozent.
Für den weiteren Jahresverlauf erwartet die Gesellschaft eine schrittweise Verbesserung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Nach dem Halbjahresergebnis geht PVA Tepla von einem Ebitda in der unteren Hälfte der prognostizierten Bandbreite von 26 bis 31 Millionen Euro aus.
Der Auftragseingang und die zunehmende Geschäftsdynamik im zweiten Quartal sowie auch die Markt- und Charttechnik sprechen derzeit für die PVA Tepla-Aktie; mit Blick auf KI- und Chip-Industrie ist sie auf dem aktuellen Niveau ein attraktives Investment.
PVA Tepla-Aktie (Tageschart): Unterstützungszone hat gehalten



