Inzwischen hat sich die Aixtron-Aktie seit Mitte April (2025) von gut neun Euro auf zeitweise knapp 17 Euro nach oben gearbeitet (siehe auch Tageschart unten). Derzeit notiert das Papier bei 14,55 Euro. Gestern hat der Halbleiter-Ausrüster (Dispositionsmaschinen für die Chip-Industrie) seine Zahlen für das zweite Quartal beziehungsweise erste Halbjahr veröffentlicht – und diese fielen recht ansehnlich aus.
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs 2025 kletterte der Umsatz im Jahresquartalsvergleich von 131,8 auf 137,4 Millionen Euro. Damit liegt Aixtron am oberen Ende der für das zweite Quartal prognostizierten Spanne von 120 bis 140 Millionen Euro, was eine beachtliche Performance in einem schwachen Marktumfeld ist.
Die Nachfrage im Bereich Optoelektronik nehme weiter zu, angetrieben durch den steigenden Bedarf an Lasern für die Datenkommunikation insbesondere für KI-Rechenzentren. Die G10-Produktserie bleibe ein wichtiger Erfolgsfaktor, so Aixtron: Die G10-AsP habe sich im Lasermarkt als neues Tool of Record etabliert, und ein großer SiC-Volumenauftrag (SiC: Siliziumkarbid) aus China wurde gewonnen und durch die Auslieferung der G10-SiC erfolgreich erfüllt.
Der Bereich Leistungselektronik auf Basis von Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid bleibe aber weiterhin schwach, wobei die Nachfrage hauptsächlich von asiatischen Kunden getragen werde.
Die Nachfrage nach SiC-Anlagen profitierte insbesondere von der Umstellung von 150 auf 200 Millimeter Wafer und vom Bedarf an Anlagen mit höherer Produktivität als Reaktion auf die zunehmende Kostensensibilität der Kunden.
Der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten 2025 belief sich, wie erwartet, auf 250,7 Millionen Euro. Im zweiten Quartal 2025 lag der Auftragseingang bei 118,5 Millionen Euro, im Vergleich zu 175,7 Millionen Euro im zweiten Quartal 2024.
Das summierte sich Ende Juni 2025 zu einem Anlagenauftragsbestand von 284,6 Millionen Euro (30. Juni 2024: 400,6 Millionen Euro) und blieb damit gegenüber dem Stand von 289,3 Millionen Euro zum Jahresende 2024 nahezu unverändert.
Das Betriebsergebnis (Ebit) betrug im zweiten Quartal 23,6 Millionen Euro, was einer Ebit-Marge von 17,2 Prozent entspricht und lag damit über dem Vorjahresergebnis (Quartal) von 12,9 Millionen Euro. Das Periodenergebnis belief sich auf 19,2 Millionen Euro (Q2/2024: 11,2 Millionen Euro).
Aufgrund der robusten Geschäftsentwicklung bestätigt der Vorstand die Jahresprognose vom 27. Februar 2025. Demnach rechnet Aixtron für das Geschäftsjahr 2025 mit Umsatzerlösen in einer Bandbreite zwischen 530 und 600 Millionen Euro (2024: 633,2 Millionen Euro) und einer Ebit–Marge von 18 bis 22 Prozent (2024: 20,7 Prozent).
Das gute zweite Quartal könnte auch den Aixtron–Kurs weiter beflügeln, zumal die Entwicklung des freien Cash-flows von minus 56,5 auf plus 71,1 äußerst beachtlich ist. Darüber hinaus ist das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von aktuell 18 für das laufende Jahr, angesichts einer Ebit-Marge von rund 20 Prozent, nicht hoch angesetzt.
Aixtron-Aktie (Tageschart): nächster Aufwärtsschub, nach Konsolidierung?



