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	<description>Folge dem Geld »» Wirtschaft :: Börse :: Wertpapiere :: Blogzine</description>
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		<title>Demokratieverlust</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 17:22:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schumm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sollen künftig mit 211 Milliarden Euro bürgen. Das ist die Höhe der deutschen Garantien für Kredite des Euro-Rettungsschirms EFSF. Das sind 8,4 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Deutschland im Jahr 2010. Und über diese Summe (und eine Ausweitung) soll künftig bei Dringlichkeit und Vertraulichkeit ein Unterausschuss des Haushaltsausschusses des Bundestages, der sich aus 9 Mitgliedern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir</strong> sollen künftig mit 211 Milliarden Euro bürgen. Das ist die Höhe der deutschen Garantien für Kredite des Euro-Rettungsschirms EFSF. Das sind 8,4 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Deutschland im Jahr 2010. Und über diese Summe (und eine Ausweitung) soll künftig bei Dringlichkeit und Vertraulichkeit ein Unterausschuss des Haushaltsausschusses des Bundestages, der sich aus 9 Mitgliedern zusammensetzt, entscheiden. Ich fürchte, in Zukunft wird es nur noch dringliche und vertrauliche Fälle geben. Ich halte das für undemokratisch und habe deshalb auch meinen Bundestagsabgeordneten angeschrieben.</p>
<p>Lange Zeit hörte man: das sind ja nur Bürgschaften, um die Märkte zu beruhigen. Aber inzwischen geht es doch um sehr reale Rettungen. Geld soll/wird fließen.</p>
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		<title>Also gut</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 16:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schumm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, es ist eine Zeit der Entscheidungen und es ist eine Zeit der Tabubrüche. Also: Damit überhaupt wieder etwas vorangeht, müssen die Schulden weg und Wachstum her. Mit Schulden und Sparen wird es im günstigsten Fall ein langes Siechtum und im schlechtesten Fall den totalen Zusammenbruch geben. Wollen wir das? Nein. Dürfen wir dann domatisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ja, es ist eine Zeit der Entscheidungen und es ist eine Zeit der Tabubrüche.</strong> Also: Damit überhaupt wieder etwas vorangeht, müssen die Schulden weg und Wachstum her. Mit Schulden und Sparen wird es im günstigsten Fall ein langes Siechtum und im schlechtesten Fall den totalen Zusammenbruch geben. Wollen wir das? Nein. Dürfen wir dann domatisch sein? Nochmal nein.</p>
<p>Die Situation ist verfahren, weil in der Vergangenheit zu viele Fehler und vor allem zu viele Schulden gemacht wurden. Und wie das so ist, wenn sich zu viel Schmutz angesammt hat, braucht es zunächst grobe Besen und vielleicht auch unorthodoxe Methoden.</p>
<p>Eine zentrale Rolle kommt in diesem schutzigen Geschäft dabei der Europäischen Zentralbank (EZB) zu. Um die Märkte zu befrieden und auch, um die Schuldenproblematik aus der Welt zu schaffen, muss sie das Signal geben, alle, aber auch alle Staatschulden aufzukaufen oder dies auch tatsächlich tun und zugleich die Wirtschaft und die Finanzmärkt mit reichlich Liquidität zu versorgen (was dann ohnehin geschehen würde). Dann wäre Ruhe.</p>
<p>Inflation ist derzeit sicher nicht das drängenste Problem, angesichts einer drohenden Rezession.</p>
<p>Dann braucht es nominelles Wachstum und irgendwann auch Inflation, um die Schulden zu entwerten. Zugleich kann mit den eigentlichen Aufräumarbeiten und der Schaffung eines neuen Systems begonnen werden.</p>
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		<title>Wieder im War Room</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 10:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schumm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Grollen der Geschütze ist noch immer nicht verhallt. Die Erschütterungen lassen die schweren Bunkermauern erzittern. Inzwischen rieselt sogar Mörtel von der Decke. Die Lage wird immer unüberschauberer. Auch die deutschen Truppen verlieren nun zunehmend an Schwung. Es wird Kuchen serviert. M. greift beherzt zu. M.: Die Griechen sind verloren &#8230; Sch.: Wir werden nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Grollen der Geschütze ist noch immer nicht verhallt. Die Erschütterungen lassen die schweren Bunkermauern erzittern. Inzwischen rieselt sogar Mörtel von der Decke. Die Lage wird immer unüberschauberer. Auch die deutschen Truppen verlieren nun zunehmend an Schwung.</em></p>
<p><em>Es wird Kuchen serviert.<br />
M. greift beherzt zu.</em></p>
<p>M.: Die Griechen sind verloren &#8230;<br />
Sch.: Wir werden nicht kapitulieren &#8230;<br />
M.: Welche Armee können wir noch ins Feld führen? ESM oder EFSF oder EZB oder wo ist dieser Wenck?<em><br />
</em>Sch.: Wer oder was ist Wenck? Jemand von der Franzosen? Bringt er neue Milliarden?<br />
M.: Egal.<br />
Sch.: Wir brauchen einen Plan, eine Idee.<br />
M.: Hatte ich noch nie.<br />
R.: Wir müssen endlich die Wahrheit sagen! Sagte schon Konfuzius oder &#8230;<br />
M.: Niemals!<br />
Sch.: Niemals!<br />
R.: Doch!<br />
M.: Uns glaubt doch eh keiner mehr. Unsere Durchhalteparolen. Die Griechen waren schon immer verloren &#8230;<br />
Sch.: Sagen sie das nicht, uns könnte jemand hören und wer weiß, was dann an der Front passiert.<br />
M.: Die Front. Die Front. Sie ist mir ziemlich egal, aber ich will in meinem Bunker bleiben. &#8211; Und sie! [<em>zu R.</em>] Ich habe einmal an sie glaubt und jetzt das &#8230;<br />
R.: Meine Truppen sind völlig aufgrieben. Ich muss den Rest retten, um zu überleben.<br />
Sch.: Die Griechen könnten sich weiter zurückziehen und konsolidieren.<br />
M.: Die Griechen brechen ohnehin schon ein, die Truppen desertieren. Da geht nichts mehr. Da hilft nur ein Entlastungsangriff mit vielen Opfern in den eigenen Reihen.<br />
Sch.: Aber die Wunderwaffen?<br />
M.: Was für Wunderwaffen?<br />
Sch.: Man nennt sie Euro-Bonds.<br />
M.: Ausgereift?<br />
Sch.: Kaum, aber in der jetzigen Situation &#8230;<br />
M.: Ich wollte die Dinger nie. Was wird das Volk sagen?<br />
Sch.: Alternativen? Das Volk hat zu folgen!<br />
R.: Die Wahrheit!<br />
M.: Bloß nicht. Sie werden schon so unangenehm, wie dieser andere Krakeeler. Ruhig jetzt, Erwachsene unterhalten sich. [<em>zu Sch.</em>] Geben sie den Befehl, dann werden wir ja sehen. Der Kuchen ist hervorragend.</p>
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		<title>War Room</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 16:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schumm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaftswunder]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt wissen wir es: In Merkels War Room herrscht eisiges Schweigen. Keiner darf etwas sagen. Merkels Maulkorb verbietet es. In der entscheidenen Schlacht um den Euro werden keine Widerworte geduldet. Im Schein der vom Bunker baumelnden Lampe steht Frau Merkel über dem Kursblatt gebeugt und studiert die Notierungen. Aus der Ferne hört man Geschützgrollen, immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt wissen wir es:</strong> In Merkels War Room herrscht eisiges Schweigen. Keiner darf etwas sagen. Merkels Maulkorb verbietet es. In der entscheidenen Schlacht um den Euro werden keine Widerworte geduldet.</p>
<p>Im Schein der vom Bunker baumelnden Lampe steht Frau Merkel über dem Kursblatt gebeugt und studiert die Notierungen. Aus der Ferne hört man Geschützgrollen, immer wieder werden die meterdicken Betonmauern von Einschlägen erschüttert. Merkel murmelt: &#8220;Wer sich nicht an meine Machtworte hält, wird umgehend &#8230;&#8221; Die Generäle stehen im Lichtschatten, keiner wagt etwas zu sagen &#8211; sie tuschen nur. Merkel telefoniert mit Franzosen und Griechen über die Lage an der Front, die bedenklich bröckelt, trotz der milliardenschweren Truppen, die Merkel immer wieder in den Kampf schickt.</p>
<p>Aber ohne erkennbare Strategie bringen all die Milliarden nichts. Das Getuschel der Generäle wird vernehmlicher, die Griechen sind aufgerieben, die französischen Truppen werden immer weiter zurückgedrängt und die Italiener &#8230; Merkel weiß sich wie so oft keinen Rat und nuschelt nur: &#8220;Ich wünschte es würde Nacht oder die Chinesen kämen.&#8221;</p>
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		<title>Im Krieg</title>
		<link>http://www.plusvisionen.de/13_09_2011/im-krieg/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 10:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schumm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaftswunder]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Sie in Versuchung kommen sollten über den Euro zu diskutieren, sollten Sie unbedingt beachten: 1. Wer den Euro nicht retten will, will eigentlich Krieg. Begründung: Nur der Euro verhindert einen blutigen Krieg in Europa, weil Staaten mit einer gemeinsamen Währung führen keinen Krieg gegeneinander. Hat die Kanzlerin gesagt, so ähnlich zumindest. Was war eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn Sie in Versuchung</strong> kommen sollten über den Euro zu diskutieren, sollten Sie unbedingt beachten:</p>
<p>1.<br />
Wer den Euro nicht retten will, will eigentlich Krieg.<br />
Begründung: Nur der Euro verhindert einen blutigen Krieg in Europa, weil Staaten mit einer gemeinsamen Währung führen keinen Krieg gegeneinander. Hat die Kanzlerin gesagt, so ähnlich zumindest. Was war eigentlich vor dem Euro?</p>
<p>2.<br />
Eine (geordnete) Insolvenz eines Euro-Staats ist erst ab 2013 möglich. Hat auch die Kanzlerin gesagt, zumindest so ähnlich.<br />
Puuuh. Nochmal entspannen. Da ist ja dann doch noch ein bisschen hin. Gilt das eigentlich auch für die Zeit vor dem Wahltermin 2013?</p>
<p>3.<br />
Wenn wir nicht den Euro retten, kostet uns das Fantastillionen!<br />
Dann doch lieber Milliarden oder wenn es denn schon sein muss, Billionen, in die Euro-Rettung investieren. Das Geld sollte allerdings NUR aus Deutschland kommen! Weil NUR Deutschland vom Euro profitiert hat, all die Jahre, über die vielen Exporte, die eigentlich keiner haben wollte und die uns nur abgekauft wurden, wenn wir vorher/nachher das Geld dafür überwiesen haben. Wo ist eigentlich der Wohlstandszuwachs dieser vielen Exporte geblieben?<br />
Die anderen Euro-Staaten haben NUR beim Euro mitgemacht &#8212; eigentlich wollten sie ja nicht &#8212; weil sie uns einen Gefallen tun wollten und zum Euro verdonnert wurden. Von wem eigentlich?</p>
<p>4.<br />
Wer den Euro nicht retten will, gibt Europa auf.<br />
Geht es eigentlich auch eine Nummer kleiner?</p>
<p>5.<br />
Wir brauchen Euro-Bonds, weil wir schon alle bis zur Halskrause verschuldet sind, nur Europa nicht. Und wenn das mit den Euro-Bonds nicht mehr funktioniert, dann fragen wir mal bei den Chinesen nach.</p>
<p>6.<br />
Die Griechen haben zur Beruhigung und zur Rechtfertigung der Gewährung weiterer Hilfskredittranchen eine neue Steuer erfunden: die Immobiliensteuer. War es kürzlich nicht noch so, dass die Griechen gar kein Katasteramt hatten, um festzustellen wem welche Immobilie gehöhrt? Seltsam.</p>
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		<title>Stark-Beben</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 08:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schumm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaftswunder]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Erschütterungen an den Märkten setzen sich fort. Die Durchhalteparolen in Politik, Medien und Talkrunden auch: Es bestünde kein, auch gar kein Grund zur Panik. Je öfter dieser Satz fällt, desto panischer werde ich. Schließlich ist es nie ein gutes Zeichen, wenn in solch einer Phase wichtige Geldpoltiker eine Notenbank verlassen. Und ja, man muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Erschütterungen an den Märkte</strong>n setzen sich fort. Die Durchhalteparolen in Politik, Medien und Talkrunden auch: Es bestünde kein, auch gar kein Grund zur Panik. Je öfter dieser Satz fällt, desto panischer werde ich. Schließlich ist es nie ein gutes Zeichen, wenn in solch einer Phase wichtige Geldpoltiker eine Notenbank verlassen. Und ja, man muss sein Erspartes (für das Alter zum Beispiel) irgendwie sichern. Und ja, keiner wird ungeschoren davonkommen.</p>
<p>Griechenland wird es nicht schaffen, weil das Land es nicht schaffen kann. Na ja, vielleicht dann, wenn der Euro auf &#8212; sagen wir &#8212; 0,50 Dollar abwertet. Aber ob da die Amerikaner und die Märkte mitmachen. Nein, um des Euros, Europas und vor allem um ihrer selbst Willen, sollte die Griechen die Eurozone verlassen &#8212; und ihre Wirtschaft erst einmal auf ein stabiles Fundament stellen, mit einem Steuersystem, einem Katasteramt, Privatisierungen, etc.</p>
<p>Die Märkte spielen derzeit ohnehin den Zerfall des bisherigen Eurolands durch. Vielleicht sind ja noch Fragmente dieser schönen Idee zu retten, auf denen man (später) wieder (besser) aufbauen kann.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die EZB ist tot, es lebe die EZB</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 17:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schumm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaftswunder]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>

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		<description><![CDATA[So, es ist geschafft! Die EZB, geformt nach dem Vorbild der Bundesbank, hat heute aufgehört zu existieren. Mit dem Rücktritt von EZB-Volkswirt Jürgen Stark ist diese Tradition dahin. Wieder ist ein Aufrechter gegangen. Jetzt bekommen wir einen Beamten als Volkswirt, einen Italiener als Chef und einen Portugisen als Vize. Der Euro soll aber weiter stark [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So, es ist geschafft!</strong> Die EZB, geformt nach dem Vorbild der Bundesbank, hat heute aufgehört zu existieren. Mit dem Rücktritt von EZB-Volkswirt Jürgen Stark ist diese Tradition dahin. Wieder ist ein Aufrechter gegangen. Jetzt bekommen wir einen Beamten als Volkswirt, einen Italiener als Chef und einen Portugisen als Vize. Der Euro soll aber weiter stark sein. Klar. Und die Notenbank ist unabhängig. Auch klar. Und wir sollen Vertrauen haben in die Währung. Selbstverständlich, was auch sonst.</p>
<p>Vertrauen ist das Einzige, worauf eine Papierwährung bauen kann. Ist diese weg, dann wird es schwierig.</p>
<p>Ich frage mich inzwischen, wie noch ein Scheitern der Währungsunion verhindert werden kann und nicht mehr, ob ein Scheitern wahrscheinlich ist.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Demokratiesterben</title>
		<link>http://www.plusvisionen.de/07_09_2011/demokratiesterben/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 13:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schumm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaftswunder]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich fürchte, es ist ein schlechter Tag für die Demokratie und letztlich auch für jeden einzelnen Sparer und Anleger. Das Bundesverfassungsgericht hat heute über die Euro-Rettung geurteilt. Und danach ist klar, dass die Bundesregierung so ziemlich alles machen darf, was sie sich so vorstellt. NUR der Haushaltsausschuss muss zustimmen. Nein, nicht etwa der gesamte Bundestag, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich fürchte,</strong> es ist ein schlechter Tag für die Demokratie und letztlich auch für jeden einzelnen Sparer und Anleger. Das Bundesverfassungsgericht hat heute über die Euro-Rettung geurteilt. Und danach ist klar, dass die Bundesregierung so ziemlich alles machen darf, was sie sich so vorstellt. NUR der Haushaltsausschuss muss zustimmen. Nein, nicht etwa der gesamte Bundestag, den wir, der Souverän, gewählt hat. Geht es noch einfacher? Kaum. Und das bei den Summen im Feuer stehen. &#8220;Das erleichtert Entscheidungen ungemein&#8221;, war zu hören. Dem ist nichts hinzuzufügen.</p>
<p>Eine Erweiterung der Rettungspakete und Rettungsschirme ist schon jetzt absehbar, weil die nächsten Krisensituationen ein immer &#8220;alternativloseres&#8221; Handeln erfordern. Schließlich muss Euro und damit Europa gerettet werden, wie die Kanzlerin heute im Bundestag sagte. Aber  vermutlich wird die Retterei Europa &#8212; irgendwann &#8212; das Genick brechen &#8212; leider! Denn Europa und der Euro ist ein gut Idee, nur muss man sich auch an gewisse Regeln halten.</p>
<p>Schön, dass der Bundesrichter heute in diesem Zusammenhang von der Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB), dem Verbot des Aufkaufs von Anleihen, der Haftung für Schulden anderer (Bail-out) sprach. Aber war da nicht was &#8230;?</p>
<p>Nein, alle rechtlichen Einschränkungen taugen nichts, da sie früher oder später doch ausgehebelt werden. Auch die sicherlich &#8220;ganz strengen Vorgaben&#8221; für Euro-Bonds, die wohl auch kommen werden. Das einzige wirksame Korrektiv bleibt ein regulierter, aber freier Markt, der exessive Schulden durch höhere Zinsen bestraft und letztlich auch Zahlungsausfälle provoziert.</p>
<p>Und lassen wir uns bei all dem Gerede nichts vormachen: Die Schulden müssen beglichen werden und irgendjemand muss dafür zahlen.</p>
<p>So wie es heute aussieht, sind wir das &#8230;</p>
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		<title>Endspiel</title>
		<link>http://www.plusvisionen.de/06_09_2011/endspiel/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 10:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schumm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaftswunder]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsschirm]]></category>

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		<description><![CDATA[Erleben wir gerade das Endspiel an den Finanzmärkten wie sie uns bislang bekannt waren? Die Schweizer Nationalbank koppelt ihren Franken an den Euro, aus Sorge um eine weitere Aufwertung, die wohl eine Wirtschaftsabschwächung und steigende Arbeitslosenzahlen zur Folge hätte. Griechenland steht offenbar kurz vor dem Ausstieg aus dem Euro-Projekt (gut so!). Die Bundesregierung hat derzeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erleben wir gerade das Endspiel an den Finanzmärkten</strong> wie sie uns bislang bekannt waren?</p>
<p>Die Schweizer Nationalbank koppelt ihren Franken an den Euro, aus Sorge um eine weitere Aufwertung, die wohl eine Wirtschaftsabschwächung und steigende Arbeitslosenzahlen zur Folge hätte.</p>
<p>Griechenland steht offenbar kurz vor dem Ausstieg aus dem Euro-Projekt (gut so!).</p>
<p>Die Bundesregierung hat derzeit keine eigenen Mehrheit für die Erweiterung des Rettungsschirms (auch gut so!).</p>
<p>Die Banken leihen sich zurzeit gegenseite wieder herzlich wenig Geld, was nicht gerade vertrauensbildend in das Bank- und Finanzsystem ist (also gar nicht gut).</p>
<p>Französischen Banken geht es wohl gar nicht gut.</p>
<p>Die Börsen spielen wieder Bankenkrise, Rezession und Zerfall der Euro-Zone. Bundesanleihen werde in rauen Mengen gekauft, Aktien verkauft. Vielleiccht kauft die EZB ja demnächst Aktien auf? Bankaktien? Ein erster Schritt zur Verstaatlichung dieser Branche?</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Eine Bank ist eine Bank</title>
		<link>http://www.plusvisionen.de/19_05_2011/eine-bank-ist-eine-bank/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 12:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schumm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schämecke]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[ESM]]></category>
		<category><![CDATA[Haftung]]></category>

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		<description><![CDATA[Führer war eine Bank eine Bank eine Bank. Führer hat eine Bank Geld verliehen. Sie tat das meist mit großer Sorgfalt, schließlich hing davon das eigene Überleben ab. Denn es galt die Regel: Nur ein guter Schuldner kann sein Geld auch zurückzahlen. Und ergänzend: Ist der Schuldner weniger gut, dann muss dieser als Ausgleich dafür [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Führer war eine Bank eine Bank eine Bank.</strong> Führer hat eine Bank Geld verliehen. Sie tat das meist mit großer Sorgfalt, schließlich hing davon das eigene Überleben ab. Denn es galt die Regel: Nur ein guter Schuldner kann sein Geld auch zurückzahlen. Und ergänzend: Ist der Schuldner weniger gut, dann muss dieser als Ausgleich dafür höhere Zinsen zahlen, sozusagen als Risikozuschlag.</p>
<p>Und heute? Man weiß es nicht mehr so recht. Da wurde wohl Geld an Griechenland verliehen; dafür hat man auch gerne die höheren Zinsen eingenommen, ein Risiko will man dafür aber anscheinend nicht tragen. Der Vertragsentwurf für den neuen Rettungsschirm ESM (Euro-Krisenvorsorgefonds) bleibt in dem Punkt vage inwieweit beispielsweise Banken an einer Umschuldung (Schuldenverzicht) beteiligt werden. Das ist von &#8220;Ansteckungsgefahren&#8221; die Rede. Doch darauf kann man sich rasch herausreden.</p>
<p>Die wirksamste Risikoregulierung in einer Marktwirtschaft bleiben nach wie vor Sanktionen. Nur wer Kreditausfälle und damit Einnahmeverluste oder gar die eigene Pleite fürchten muss, wird sorgsam agieren. Und sollten Institute zu groß geworden sein, um sie bankrott gehen zu lassen, dann müssen sie kleiner werden. Hier müsste die Regulierung ansetzen und nicht erst, wenn es schon zu spät ist.</p>
]]></content:encoded>
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