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Fintech Group // Prognose rauf, was die Aktie günstig macht

by • 31. März 2017 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (1)3255

Die Fintech Group legt ihre Zahlen für das Gesamtjahr 2016 vor: Umsatz rauf, Ergebnis verbessert, Prognose zuversichtlich. Doch die Reaktion am Markt ist eher verhalten, wenn auch positiv. Wie das so ihre Art ist, hatte sich die Börse wohl mehr erwartet. Dabei passen bei der Fintech Group auch Name oder besser gesagt: die Branche. Zwar ist Fintech nicht mehr das Hype-Thema wie vor ein paar Monaten [man konnte es kaum noch hören], doch es schwingt noch immer gewaltig viel Zukunft mit. Es geht nicht weniger als um den Umbau der Banken-, Broker- oder der Anlagewelt. Die Fintech Group mischt in diesem Segment mit. Zum einen mit dem Broker Flatex (plus dem Hochfequenztrader ViTrade) und zum anderen mit einer B2B-Sparte (IT-Systemprovider Xcom und der biw Bank) mit Kunden wie der Commerzbank, Morgan Stanley, Rocket Internet oder Zinspilot.

Fintech-Group-Chef Frank Niehage: “Das vergangene Jahr 2016 war das beste Jahr der Unternehmenshistorie und bekräftigt die in 2014 und 2015 erfolgte Neupositionierung und Erweiterung durch den 2015 erfolgten Zukauf der Xcom-Gruppe. Die Nachfrage nach unserer FinTech-Expertise ist ungebrochen hoch, was uns profitables organisches Wachstum in beiden Segmenten ermöglicht.“

Das beste Jahr bislang sieht für die Fintech Group so aus: Erlöse um 26,7 Prozent auf 95,0 Millionen Euro gesteigert. Die Zahl der Kunden legt um 20,1 Prozent auf 212.040 zu. Der Jahresüberschuss verbessert sich stattlich von minus 2,2 auf nun 12,3 Millionen Euro. Zugleich wird die Prognose für das laufende Jahr von 15,1 auf 16,8 Millionen Euro – deutlich – angehoben. Auf Basis des aktuellen Börsenwerts von 245 Millionen Euro errechnet sich daraus ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20; wird der geschätzte Jahresgewinn 2017 herangezogen sind es 14,6. Das ist sicherlich nicht teuer angesichts der Aussichten, die das Geschäftsfeld in dem die Fintech Group tätig ist, in den kommenden Jahren noch so zu bieten hat.

Niehage: “Wir gehen davon aus, dass wir uns erst am Anfang der Disruption des traditionellen Bankgeschäftes befinden und diese Entwicklung daher noch viele Jahre anhalten wird. Wir helfen sowohl vielen Banken bei der Neugestaltung ihrer IT-Landschaft als auch jungen neuen Playern, in den Markt einzutreten.“

Spannend ist, wie sich die Zahl der Flatex-Kunden entwickelt hat oder entwickeln könnte. Im vergangenen Jahr kletterte die Zahl um 17 Prozent auf 175.000, allein im ersten Quartal wurden 12.000 dazugewonnen. Nun hat die Fintech Group allerdings Negativzinsen auf Kundenguthaben eingeführt. So mancher dürfte überlegt haben, ob er dann nicht lieber sein Geld zu einer anderen Bank/Broker transferiert. In der Regel werden das aber auch nicht die tradingfreudigsten Kunden sein.


Charttechnisch bewegt sich die Aktie der Fintech Group nun schon sei zwei Jahren unter Schwankungen seitwärts (siehe Wochenchart). In dieser Zeit ist die Aktie auch in einen Keil hineingelaufen – Ausgang offen. Gut möglich, dass sich die Formation auch als Flagge und somit als Konsolidierung im Aufwärtstrend erweisen könnte (siehe Monatschart).

Derivative Instumente auf die Aktie der Fintech-Group sind (leider) nicht erhältlich.

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Fintech-Group-Aktie (Wochenchart): Keilformation in der Seitwärtsbewegung

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Fintech-Group-Aktie (Monatschart): Konsolidierung im Aufwärtstrend?

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Bildquelle:  Joerg Trampert  / pixelio.de

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