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Prophecy Development Aktie // Wenn das Finanzamt am Aktienkurs dreht

by • 30. November 2017 • Aktienvisionen, FeatureComments (0)488

Als Plusvisionen das erste Mal an dieser Stell von Prophecy Development berichteten [hier], stand die Aktie bei 2,90 Euro. Seither hat das Papier in Euro gerechnet nur um einige wenige Prozente zulegen können. Dabei ist das Interesse an dem Titel merklich gestiegen. Und das hat seinen Grund: Prophecy konnte beträchtliche operative Fortschritte vermelden und scheint tatsächlich auf dem Weg zu sein, die erste primäre Vanadium-Mine in den USA zu bauen. Das allein rechtfertigt eine Bewertung weit über der aktuellen Marktkapitalisierung von rund 19 Millionen Euro.

Doch was ist seither passiert? Prophecy Development hat für sein Vanadium-Projekt Gibbelini in Nevada neue Bohrergebnisse bekannt gegeben. Die fielen ziemlich gut aus. Das Highlight der insgesamt 38 Bohrungen war dabei Bohrloch RA-05-21 mit 0,27 Prozent Vanadium über eine Länge 142 Meter. Das Beste daran: Die Mineralisierung begann ab 3 Metern Tiefe und somit quasi an der Oberfläche. Zudem reicht die Mineralisierung bis in eine Tiefe von rund 500 Metern. Dies lässt auf ein größeres Vorkommen schließen und bestätigt die bisherigen Erkenntnisse über die Geologie auf der Liegenschaft.

Nach Auswertung aller Bohrergebnisse hat Prophecy nun auch eine aktualisierte Ressourcenschätzung veröffentlicht. Der vom Gutachter Amec Foster Wheeler E&C Services erstellte Bericht kommt kombiniert auf 22,01 Millionen Tonnen mit einem Anteil von 0,294 Prozent Vanadiumoxid (V2O5) im Status measured & indicated. Der unabhängige Report wurde nach den Maßstäben des kanadischen Börsenstandards NI 43-101 erstellt. Nun stehen weitere Bohrungen auf dem Programm.

Nach Bekanntgabe der Schätzung legte die Aktie zunächst kräftig zu, litt dann aber unter Gewinnmitnahmen. Der Grund könnte in der kanadischen Tax-Loss-Season liegen. Ab Mitte November ist es dort üblich, dass Anleger Werte verkaufen, bei denen sie hinten liegen. Im Januar wird dann üblicherweise wieder eingekauft. Bei Prophecy könnte der eine oder andere Investor durchaus betroffen sein, zu Jahresanfang notierte der Titel deutlich höher.


Dabei bewegt sich Prophecy Development in einem erst entstehenden Massenmarkt. Denn Vanadium, dass bisher zu fast 90 Prozent in der Stahlindustrie Anwendung fand, wird im Zuge des Wachstums der Energiespeicher stark nachgefragt. Denn dort kommen nicht wie bei Elektroautos Lithium-Ionen-Akkus, sondern Vanadium-Redox-Flow-Batterien zum Einsatz. Auch deshalb hat sich der Preis für Vanadium in den vergangenen Jahren vervielfacht. Die Tax-Loss-Season könnte somit für längerfristig orientierte Anleger eine gute Gelegenheit sein, ein paar Prophecy-Anteile (CA74347D2077) günstig abzugreifen.

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Prophecy-Develooment-Aktie (Tageschart): schwankungsfreudig

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Bildquelle: Klicker / Pixelio.de; Hinweis: Der Autor hat vom besprochenen Unternehmen für diesen Artikel eine Vergütung erhalten. Hierdurch entsteht ein eindeutiger Interessenkonflikt.

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