Bitte lieber Dr. Cromme …

by • 30. Juli 2013 • BörsenvisionenComments (0)739

Nun ist der Elektrokonzern also nicht mehr unter österreichischer Leitung. Der bisherige Siemens-Chef, der Löscher Peter, muss gehen. Es war dann doch eine Gewinnwarnung zu viel innerhalb von nur drei Monaten. Außerdem hatte der Löscher Peter in der Nachkorruptionsära von Siemens irgendwie ausgedient. Der, der ihn holte, Oberaufseher Gerhard Cromme, hat ihn auch gefeuert.

Der Elektrokonzern könnte nun unter niederbayerische Leitung kommen. Der bisherige Finanzvorstand Joe Kaeser wird als Nachfolger gehandelt. Er ist ein Mann aus der Korruptionsära, aber das interessiert anscheinend nicht mehr. Joe Kaeser hält sich schon lange für den besseren Ober-Siemensianer und er ist ein Mann der Inszenierung. Früher war Joe Kaeser mal Josef Käser, aber nach einem USA-Aufenthalt war ihm das doch arg provinziell. Sicher, es lässt sich darüber streiten, was nun provinzieller ist, Kaeser oder Käser, aber gut, jeder wie er will. Er rasiert sich auch schon mal den Schnauzer vor einer Bilanzpressekonferenz ab, damit er und nicht der Chef oder die Zahlen das Gesprächsthema sind. Künftig wird Kaeser zeigen müssen, ob er mehr kann als Show.


Was macht die Börse nach dem Kurseinbruch als Folge der Gewinnwarnung? Sie wartet – ab. Viel Vorschusslorbeeren sind das nicht für Kaeser, sollte er es denn werden. Zudem weiß man an den Märkten genau: die Aufgabe wird kniffelig.

Interessant könnte in dieser Situation vielleicht ein Seitwärtsspekulation mittels Discount- oder Bonus-Zertifikat sein.

Siemens_300713


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