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BREAKING // DAX, Deflation, EZB, Eon, RWE, Springer, Munich Re, VW, Glencore

by • 29. September 2015 • MarketwatchComments (0)1382

Ja, da ist sie wieder die Hoffnung auf noch mehr billiges Geld von der Europäischen Zentralbank (EZB). Im September sind die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber dem Vorjahr wohl unverändert, schreibt das Statistische Bundesamt. Im Vergleich zum Vormonat könnten sie um 0,2 Prozent gesunken sein. Es weht wieder ein Hauch von Deflation durchs Land und wohl auch durch die Eurozone. EZB-Präsident Mario Draghi wird sich mit seiner Nullzinspolitik und dem Qunatitative Easing (Geld drucken) bestätigt sehen. Vielleicht fühlt er sich sogar gefordert noch mehr zu tun, um eine Dauer-Deflation wie in Japan zu verhindern. Der Euro gibt gegenüber dem Dollar vorsorglich schon etwas nach.

Die Börse nimmt eine mögliche weitere geldpolitische Lockerung der EZB durchaus mit Wohlwollen auf, ganz im Gegenteil zu dem, was von der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) erwartet wird. In den USA sieht man eine Leitzinserhöhung als Zeichen einer Normalisierung. In Europa scheint man noch mehr im Krisen-Modus zu sein. Wobei es auch gute Nachrichten aus Europa gibt. Der Stimmungsindikator (ESI) hellt sich weiter auf. Auch das hört man gerne. Es ist fast schon ein Idealszenario: Lockere Geldpolitik plus guter Konjunkturentwicklung (steigende Unternehmensgewinne). Börsianer lieben das.

Hoffnung kommt bei der Versorger-Zobies Eon und RWE auf. Der nordrhein-westfälische Oppositionsführer Armin Laschet (CDU) hat Staatshilfen ins Gespräch gebracht. Man könnte auch sagen: Verlust-Sozialismus. Mit den Gewinnen (aus den Kernkraftwerken) konnten die Versorger und deren Aktionäre jahrelang sehr gut leben, die Verschrottung der Atomkraftwerke könnte nun der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Auch wenn dies politisch zu geißeln ist, könnte das für die Aktien von Eon und RWE die Wende bedeuten. Man wird sehen.


Volkswagen steht weiter unter Druck. Die Unsicherheit hält an. Die Sache ist längst nicht ausgestanden, auch an der Börse nicht.

Investoren-Legende Warren Buffett reduziert seinen Anteil an der Münchener Rück (Munich Re) von 12,0 auf 9,7 Prozent. Ein sonderlich gutes Signal ist das nicht. Der Titel entwickelt sich in diesem Jahr recht mäßig entwickelt, trotz recht guter Fundamentaldaten. Die Dividenden-Rendite von MR bleibt attraktiv.

Springer übernimmt das Finanz-Portal Business Insider und bezahlt den 9-fachen Umsatz. Die Börse bestraft dies mit minus 4 Prozent.

Der schweizerisch-britische Bergbaukonzern Glencore beteuert, keine Liquiditätsprobleme zu haben. Was aber, wenn der Investment Grade Status bei der Bonität wegfallen sollte. Derzeit ist das Rating BBB-, also nur noch zwei Stufen bis Junk (Schrott).

Bildquelle: ECB

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