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BREAKING // DAX : Euro : Fed : US-Wirtschaft : Medigene : BVB : Südzucker : Commerzbank : Deutsche Bank : Öl : Gold

by • 29. April 2015 • MarketwatchComments (0)1383

290415 // Prognosen bleiben schwierig, besonders, wenn sie in die Zukunft gerichtet sind (und die Börse betreffen). Der DAX knickt heute um mehr als 3 Prozent nach unten weg – und setzt damit seine Konsolidierung fort. Technisch hat sich im Tageschart eine Schulter-Kopf-Schulterformation herausgebildet, die wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung macht. Das ewige Mantra dazu: Sell in may and go away. Der Jahresauftakt lief hervorragend; jetzt kommen wohl die dürren Zeiten. So ist das an der Börse, Anstiege wollen verarbeitet sein.

Was den DAX akut quält (oder was man zumindest als Begründung gefunden hat) ist der recht starke Euro gegenüber dem Dollar und die schwache US-Konjunktur, was ja beides korrespondiert. Gegenüber dem Vorquartal hat die US-Wirtschaft im ersten Quartal gerade einmal um 0,2 Prozent zugelegt. Das ist ein Hauch von Nichts oder man könnte auch sagen, dass die amerikanische Wirtschaft stagniert. Es hatte sich bereits angedeutet, dass die Prognosen, was das Wachstum angeht, zu optimistisch waren.

Über dieser Tatsache dürfte auch die amerikanische Notenbank (Federal Reserve, Fed) die vergangenen zwei Tage gebrütet haben. Bislang waren die Märkte davon ausgegangen, dass sie vielleicht schon bald die Leitzinsen anheben könnte. Das dürfte nun erstmal vom Tisch sein. Fed-Chefin wird sich bestimmt wieder mehr in Geduld (patient) üben. Heute am Abend werden noch die Ergebnisse der zweitägigen Sitzung bekanntgegeben.

Der Dow Jones verhält sich bei alledem recht ruhig. Er fällt leicht, aber nicht dramatisch, vermutlich ist er bereits wieder von einer geldpolitischen Lockerung inspiriert, die im weiteren Jahresverlauf noch kommen könnte.

Vom Gold-Markt gibt es keine Anzeichen einer Krisen-Panik. Der Gold-Preis bewegt sich weiter im Bereich von 1.200 Dollar – Orientierung derzeit eher nach oben.


Insgesamt mehren sich wieder die Anzeichen einer schwächer werdenden globalen Wirtschaft: schwaches Wachstum in den USA, Konjunkturhilfen (Mindestreserve gesenkt) in China … Vermutlich braucht die Welt bald wieder noch mehr Quantitative Easing (QE).

Dennoch scheint Öl (Brent) sich nach oben zu orientieren. Der Abwärtstrend ist angekratzt.

Die Kursverluste ziehen sich heute quasi durch den gesamten deutschen Aktienmarkt. Ein eher düsterer Tag für Aktionäre. Banken wie die Commerzbank und die Deutsche Bank kommen noch vergleichsweise gut davon. Die Deutsche Telekom muss tüchtig Federn lassen.

Spekulationsobjekt Medigene büßt gut 14 Prozent ein, was dem Chartbild nicht guttut.

Die Aktie des BVB gewinnt hinzu. Hier wird der Pokal-Finaleinzug belohnt.

Der Dauer-Verlierer der Vergangenheit, Südzucker, kann sich ebenfalls behaupten.

Bildquelle: Psycho [bearbeitet]

 


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