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Euro / Dollar / DAX // Deflation und die Aussicht auf noch mehr EZB-Geld

by • 29. Februar 2016 • PlusvisionenComments (1)2111

Die Märkte scheinen sich auf eine weitere (geldpolitische) Lockerungsrunde der Europäischen Zentralbank (EZB) einzustellen. Heute hat die europäische Statistikbehörde (Eurostat) bekanntgegeben, dass die Inflationsrate im Februar auf minus 0,2 Prozent gerutscht ist. Im Januar waren es noch plus 0,3 Prozent. Somit ist man wieder im Deflationsterrain. Das könnte auch bedeuten, dass sich EZB-Präsident Mario Draghi wieder herausgefordert fühlt, die Geldschleusen für die Eurozone weiter zu öffnen. Dezente Andeutungen gab es bereits auf der vergangenen Sitzung, weil es mit der Weltwirtschaft nicht sonderlich gut läuft.

Auch China reagiert darauf. Dort hat die Notenbank den Satz für die Mindestreserve der Banken erneut gesenkt. Das ist einerseits bedenklich, weil es ein weiteres Indiz dafür ist, dass es mit der chinesischen Wirtschaft nicht sonderlich gut läuft, aber andererseits wird auch klar, dass die Regierung einer Wirtschaftsschwäche nicht tatenlos zusehen wird. Staatsausgaben werden erhöht und die Geldpolitik gelockert. Die Börse sich grundsätzlich über das zusätzliche Geld freuen.

Eine mögliche EZB-Lockerung wird an zwei Stellen schon recht deutlich:

Mit dem Bund Future geht es weiter aufwärts. Bundesanleihen bleiben gefragt. Da nehmen die Investoren auch in Kauf, dass es bis in den Bereich von 10 Jahren keine Zinsen (Rendite) mehr gibt, wenn man dem deutschen Staat sein Geld leiht. Die Aussicht auf noch weiter steigende Kurse und somit fallende Zinsen muss groß sein. Aktuell steht die Umlaufrendite bei 0,02(!) Prozent. Ein Hauch von Nichts.

Der Euro scheint sich gegenüber dem Dollar wieder auf den Weg nach unten zu machen. Der Euro-Kurs rutschte wieder unter den eigentlich überschritten geglaubten Abwärtstrend. Charttechnisch ist das kein Signal von Stärke.

Dem DAX aber dürfte ein Szenario aus mehr Liquidität und niedriger Euro sicherlich inspirieren. Er liebt einen schwächeren Euro, da so die Wettbewerbsfähigkeit zunimmt und auch die Gewinnaussichten der Industrie in der Eurozone steigen.


Euro vs Dollar: wieder abgeruscht

Euro_290216

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Bildquelle: ECB


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