Oliver Borrmann, Sleepz

Oliver Borrmann Sleepz Interview // Ziel sind 100 Millionen Euro Umsatz

by • 29. Januar 2018 • Feature, Time_is_MoneyComments (0)720

Sleepz ist eine auf den Bereich Schlafwelten fokussierte eCommerce Unternehmensgruppe. Positioniert als Union für Schlaf- und Wohnkultur ist die Gesellschaft 2016 in ihrem Marktsegment zu einem der größten unabhängigen Onlinehändler in Deutschland gewachsen. Auch für die Zukunft hat sich Sleepz einen deutlichen Ausbau der Marktposition vorgenommen. Die Aktie (A2E377) notiert im Prime Standard der Frankfurter Börse. Ein guter Grund für fünf kurze und schnelle Plusvisionen-Fragen an CEO Oliver Borrmann:

Sleepz hat 2017 nicht an das 2016er-Wachstum anknüpfen können. Was waren die Gründe?
Wir haben 2017 Strukturmaßnahmen vorgenommen und verfügten zudem zum Jahresanfang nicht über die Liquidität, um im Marketing sehr aktiv zu sein. Dabei konnten wir aber im Jahresverlauf auch gute Erfolge vorweisen, wie unsere Grafenfels Matratze, die bei der Stiftung Warentest mit der Note „gut“ abgeschnitten hat. Wir haben inzwischen unsere Hausaufgaben gemacht und Sleepz ist jetzt so aufgestellt, dass wir in 2018 wieder deutlich wachsen können.

Sie haben inzwischen zwei neue Großaktionäre dazubekommen. Welchen Einfluss haben diese auf das Geschäft?
Durch die Übernahme der Cubitabo GmbH, welche die Onlineshops Bettenriese.de und Buddysleep.de betreiben, haben wir uns operativ und strategisch zum Jahresende 2017 verstärkt. Hierdurch ist Heliad jetzt mit über 15 Prozent unser größter Aktionär. Zudem haben wir im Sommer den italienischen Matratzenhersteller Alessanderx als Aktionär gewonnen, der aktuell rund 7,7 Prozent hält. Beide Großaktionäre bringen erhebliche Kontakte und Geschäftspotentiale mit, die wir 2018 beginnend heben wollen. 2017 hat sich Sleepz also trotz der operativen Probleme strategisch gut weiterentwickelt.

Wie sehen Sie die Geschäftsentwicklung für 2018?
Wir haben noch keine Prognose für 2018 veröffentlicht, aber eines ist klar: Nach dem Übergangsjahr 2017 wollen wir jetzt wieder wachsen. Operativ, aber auch ergänzend, wenn möglich, durch weitere Akquisitionen. Unsere Guidance für 2018 werden wir voraussichtlich im Rahmen des Jahresabschlusses 2017 veröffentlichen.

Wo sehen Sie Sleepz in fünf Jahren stehen?
Meine Vision ist es, Sleepz in den Bereich von über 100 Millionen Euro Umsatz zu führen. Aus heutiger Sicht klingt das ambitioniert, aber wir haben uns strategisch deutlich verbessert und unser acht Milliarden Euro-Markt allein in Deutschland ist für eine solche Umsatzgröße auf jeden Fall gut. Dabei setzen wir auf organisches wie anorganisches Wachstum.

Hinter Sleepz verbirgt sich ja die alte bmp Holding. Warum kam es zur Neuausrichtung?
Die bmp Holding war als Beteiligungsgesellschaft auf Minderheitsbeteiligungen fokussiert. Hier zeichneten sich aber vor einigen Jahren zusätzliche Regulierungsvorschriften ab, die die Kosten nach oben geschraubt hätten. Wir haben deshalb 2015 unsere Beteiligung an der Sleepz Home GmbH als Nukleus für die Neuausrichtung im Bereich eCommerce genutzt. Die Transformation haben wir 2017 vollständig abgeschlossen, das alte Beteiligungsgeschäft wurde komplett verkauft.

Bildquelle: Sleepz

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