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Marketwatch // DAX :: Fed :: Euro :: Griechenland :: Deutsche Bank :: Apple :: Telekom :: Shell :: Facebook :: Alibaba :: Gold :: Öl

by • 29. Januar 2015 • MarketwatchComments (0)1181

Sherlock_221b // Was Sie über die Märkte wissen sollten.

2920115 // Der DAX ist im Plus, wenn auch nur leicht und er um die Nulllinie herumpendelt. Na, wer sagt’s denn. Die Chefin der amerikanischen Notenbank (Fed), Janet Yellen, hatte am Vortag Sitzung. Sie bleibt weiter geduldig („patient“), sagt sie. Insgesamt sieht die Fed wirtschaftliche Risiken – und will vor weiteren Schritten erstmal die anstehenden Konjunkturdaten abwarteten. Dies Aussage kann man nun sehen wie man will. Optimistisch, pessimistisch, neutral. Ich würde sie eher optimistisch sehen, was heißt, dass eine Leitzinserhöhung in den USA noch in weiter Ferne ist. Wenn man erstmal prüfen und sehen will … dann bedeutet doch das meist, dass man am liebsten gar nichts machen will. Meiner Meinung nach steht die amerikanische Konjunktur auch nicht so robust da, wie es scheint. Jobs werden vor allem im Niedriglohnsektor geschaffen, was nicht für einen nachhaltigen Aufschwung spricht. Man wird abwarten müssen.

So gibt bislang wenig Bewegung an den Märkten. Gold und Euro sind fast unverändert.

Griechenland bereitet weiter Sorgen, auch wenn es scheint, dass es keine großen sind. Das griechische Bankensystem dürfte kurz vor dem Zusammenbruch stehen und nur noch durch die Europäische Zentralbank (EZB) am Leben gehalten werden. Es ist ein stiller Bank Run. Im Dezember haben die Sparer 4,2 Milliarden Euro von ihren Konten abgezogen. Es ist die größte Rettungsaktion seit Juni 2012 -und im Januar dürfte es nicht weniger werden. Inzwischen flirtet Neu-Premier Alexis Tsipras mit den Russen. Ob die ihm noch mehr Geld versprochen haben. Immerhin dürfte der Rubel noch weicher als der Euro sein. So schwelt die Debatte weiter, ob eine Grexit sinnvoll, notwendig oder unmöglich ist. Immerhin würde ein Austritt signalisieren, dass der Euro nicht unumkehrbar ist und womöglich würde sich herausstellen, dass Griechenland ohne Euro besser zurecht käme. Das alles ist politisch in Brüssel sicherlich nicht gerne gesehen. So geht der Poker weiter. Wer gibt frisches Geld? Was bekommt man dafür? Tsipras hat klar gemacht, dass er es mit dem Politikwechsel ernst meint und keinesfalls mehr sparen will. Berlin hält dagegen. Griechenland braucht bald Geld, sonst gehen die Lichter dort ganz aus, auch ohne dass entlassene Beamte wieder eingestellt werden.


Inzwischen sind die Renditen für 30-jährige deutsche Bundesanleihen unter 1 Prozent gefallen. Sind es die griechischen Sparer, die in diesem Hort der Sicherheit flüchten?

Deutschland rutscht im Januar mit -0,3 Prozent Inflationsrate an den Rand einer Deflation.

Die Deutsche Bank überrascht mit einem recht guten Ergebnis. Eigentlich war mit eher dürftigen Zahlen gerechnet worden. Die Börse ist zufrieden mit dem Nettogewinn von 1,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, nach 0,7 Milliarden Euro 2013 und goutiert diesen mit einem Plus von 3,6 Prozent.

Facebook steigert Umsatz und Gewinn, aber die Aktie notiert nahezu unverändert.

Der Internethändler Alibaba enttäuscht mit seinen Zahlen und die Aktie fällt um 11 Prozent. Gewinn pro Aktie 0,81 Dollar. Prognose: 0,75 Dollar. Einnahmen 4,22 Milliarden Dollar. Prognose: 4,45 Milliarden Dollar.

Shell Royal Dutch leitet unter dem niedrigen Öl-Preis. Zwar wurde der Quartalsgewinn mit 4,2 Milliarden Dollar fast verdoppelt im Jahresvergleich, aber die Aktie verliert dennoch 3 Prozent. Wegen des Öl-Preises soll nun gespart werden. Die Quartalsdividende bleibt bei 0,47 Dollar. Auf das Jahr gerechnet könnte das eine Dividenden-Rendite von 6,8 Prozent bedeuten, wenn die Dividende gehalten werden kann.

Bildquelle: Gabi Eder / pixelio.de

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