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Softline-Aktie // Es wäre angerichtet

by • 28. Juni 2018 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (1)953

Es ist sozusagen angerichtet für die Softline-Gruppe: Cloud, IT-Sicherheit, Datenschutzgrundverordnung, Digitalisierung … In diesem Umfeld tummelt sich das IT-Beratungsunternehmen aus Leipzig. Kern des Geschäfts ist das Software Asset Management, neben der Informations- und IT-Sicherheit, der Virtualisierung und dem Infrastruktur-Management. Softline verkauft somit keine Programme sondern berät Unternehmen bei der Verwaltung des Programm-Bestands. Sind Updates notwendig? Gibt es neue Versionen? Ist eine Konsolidierung der Software notwendig, um Zeit und Kosten zu sparen?

Im vergangenen Jahr hat Softline – nach sehr schwierigen Jahren der Restruktuierung – damit den Umsatz um 14,2 Prozent auf 24,1 Millionen Euro gesteigert. Das Konzernergebnis kletterte von minus 1,2 auf 0,7 Millionen Euro. Erstmals nach fünf Jahren weist die Softline-Gruppe auch ein positives Eigenkapital von 0,4 Millionen Euro aus.

Auf der Basis dieses Ergebnisse und einer Marktkapitalisierung von aktuell 13,5 Millionen Euro errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von gut 19, was in Ordnung geht für einen Turnaroundwert der zudem weiter wächst.

In den ersten drei Monaten den laufenden Geschäftsjahrs verbesserte sich der Umsatz im Jahresvergleich um 12,0 Prozent auf 6,9 Millionen Euro. Der Bereich Software Asset Management legte um 18,0 Prozent zu. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von minus 30.000 Euro liegt das Nettojahresergebnis (Eat) allerdings mit 437.000 Euro um 17.000 Euro unter dem des Vorjahrs.

Martin Schaletzky, CEO der Softline, bleibt optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass wir die im Geschäftsbericht veröffentlichte Jahresprognose für Umsatz und Ergebnis auf Basis unseres hohen Auftragsbestands (31. März 2018: 16,6 Millionen Euro; 31. Mai 2018: 18,9 Millionen Euro), einer überdurchschnittlich hohen Auslastung in allen Bereichen sowie der Anfang letzten Jahres abgeschlossenen Kapitalmaßnahme, die sich positiv auf unsere Liquidität auswirkt, erreichen werden.“

Der Micro-Cap Softline, der an der Börse München notiert, scheint wieder auf einem guten Weg. Das IT-Beratungsunternehmen kann dabei auch vom Wachstum der Branche profitieren. Die Börse ist nach dem Höhenflug im vergangenen Jahr wieder skeptischer geworden – oder sie hat zu viele Vorschusslorbeeren verteilt. Dennoch, der Kurs befindet sich noch im längerfristigen Aufwärtstrend. Dieser wäre erst bei Notierungen unter 6,10 Euro gebrochen. Derzeit sucht die Aktie zwischen sieben und acht Euro nach einem Boden. Negativ: Die 200-Tage-Durchschnittslinie ist abwärts gerichtet.

Wer die Schwankungen (und das Risiko) aushält und von Branchentrends wie Digitalisierung und IT-Sicherheit profitieren möchte, könnte sich limitiert (enger Handel!) ein paar Stücke von Softline ins Depot legen.

Mögen die Kurse mit Ihnen sein.

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Softline-Aktie (Tageschart): ins Dreieck

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Bildquelle: Bernd Sterzl / pixelio.de

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