Warum steigt Gold eigentlich?

by • 28. Juni 2010 • PlusvisionenComments (0)613

Wird es mit dem Gold ein schlimmes Ende nehmen? Wie mit dem Neuen Markt oder so? Der übliche Gang einer Spekulationsblase eben? Erinnern Sie sich noch: Während des Neue-Markt-Booms als alle Welt auf Aktien sponn und alle (wirklich alle) Neuemissionen zeichneten wie die Bekloppten. Ich wurde von Leuten auf Aktien angesprochen, für die Sparen und Anlegen mit dem 5-Mark-Geschenkguthaben der Volksbank zur eigenen Geburt eigentlich abgehakt war.
Ein wenig so kommt es mir heute mit dem Gold vor. Leute stehen bei den Goldhändlern Schlange (physisches Gold kaufen) oder legen sich Goldfonds ins Depot. Und endlich, ja endlich, bekommen auch all diejenigen recht, die schon immer gesagt haben, dass Gold die einzig wahre Anlage sei. [Lange Jahre wurden diese Leute als Sektierer behandelt.] Es ist ein Hauch von Hysterie, der durch den Goldmarkt weht.


Klar, mit den Staatsfinanzen und dem Papiergeld (Yen, Dollar, Euro — genau in dieser Reihenfolge) steht es nicht zum Besten, aber dieses Gold-Gedönse … Zumindest kurz- bis mittelfristig macht das doch gewaltig skeptisch — oder ist es vielleicht doch eher so, dass wir erst am Anfang der Gold-Hausse stehen?
Wenn ja, müssen wir uns wirklich ernsthaft Sorgen, nicht nur um unsere Währung, sondern um unsere Wirtschaft und vermutlich auch Gesellschaftsgefüge machen.
Allerdings — ein Punkt, der kurios ist — Anleihen in Deutschland und den USA steigen tendenziell nach wie vor beziehungsweise die Renditen fallen. Wenn die Staatsfinanzen und das Papiergeld runiniert wären, würde doch keiner Anleihen kaufen und seien sie aus einem vermeintlich noch so sicheren Land, oder? Also doch nur eine Gold-Spekualtionsblase? Sicher? Nein. Aber es gibt erste Anzeichen.


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