Marketwatch // DAX : Euro : Grexit : G7 : China : Bund Future : Deutsche Telekom : VTG : Südzucker : Medigene : Gold

by • 28. Mai 2015 • MarketwatchComments (0)1206

280515 //  Es ist wie ein Schulterzucken der Börse. Wo soll ich hin? Nach oben? Nach unten? Nein, dann bleibe ich mal schön da, wo ich gerade bin – und setzt sich auf dem erreichten Kursniveau nieder. Heute ist so ein Tag, gestern auch ja, irgendwie. Der DAX kommt nicht recht vom Fleck, muss er auch nicht. Die Anleger schauen mal, was sich so tun könnte. Immerhin: Die Kurslücke (Gap) wurde geschlossen, was grundsätzlich eine gute Voraussetzung für einen weiteren Anstieg wäre, aber so weit ist die Börse nicht, noch nicht.

In Dresden ist G7-Gipfel der Finanzminister als Vorbereitung für den großen Gipfel der Chefs in Ellmau. Natürlich wird da auch über Griechenland und die Eurozone gesprochen. Aber der Verhandlungen sollen zu einem glücklichen Ende gebracht worden sein oder fast, lässt der griechische Regierungssprecher verkünden. Man wird sich einigen, wie auch immer, das denke ich auch. So ist Europa, was ja auch nicht schlecht sein muss. Schließlich ist die Idee gut.

Der Euro ist dennoch miesepetrig. Er notiert nach wie vor um die Marke von 1,09 Dollar. Aber mal ehrlich: Ist der Euro schon reif für einen dauerhaften Anstieg und wer würde das überhaupt wollen? Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Unternehmen in der Eurozone sicherlich nicht. Die USA? Fraglich. Sie möchten keine allzu starke Währung neben dem Dollar; zu schwach sollte er aber auch nicht werden, wegen der US-Exportindustrie. Die US-Arbeitsmarktdaten stützen den Euro. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA betrugen 282.000. Erwartet wurden 272.00 nach 274.000 im Vormonat. Damit schwindet mal wieder der Druck auf die Fed die Leitzinsen bald zu erhöhen.

Der Bund Future strebt weiter nach oben und signalisiert damit eine gewisse Sehnsucht nach (vermeintlich) sicheren Bundesanleihen. Vice versa gibt Gold nach. Regierungen und Notenbanken dürfte die Flucht in Staatsanleihen – hüben wie drüben des Atlantiks – deutlich besser gefallen als der Kauf von Gold. Gold ist schließlich der natürlich Feind von Notenbanken, sozusagen.


Öl (Brent) schwächt sich ab. Hier spiegelt sich wohl auch die Sorge um die Weltkonjunktur und insbesondere um die Wirtschaft in China.

China bleibt ein schwarze Loch für Anleger. Keine (validen) Information dringen heraus und viel Geld fließt hinein. Am chinesischen Aktienmarkt waren die Kurse heute deutlich rückläufig. Aber Chinas Aktienmarkt hat, getrieben durch Spekulationen über weitere Lockerungsmaßnahmen der Notenbank, auch ein erstaunliches Bewertungsniveau erreicht. Einbrüche sind da nicht weiter verwunderlich, auch weil der Chinese als Zocker verschrien ist. Letztlich braucht China gute Wirtschaftsdaten, um das Kursniveau zu halten, kommend diese nicht, wird es abwärts gehen, früher oder später.

Mit der Aktie der Deutschen Telekom geht leicht aufwärts. Es ist auch noch eine Kurslücke (Gap), durch den Dividendenabschlag, zwischen 16,50 und 17,00 Euro zu schließen.

Bei der Südzucker-Aktie wurde der kurzfristige, sehr steile Aufwärtstrend gebrochen. Dennoch hat das Papier die jüngsten negativen Meldungen recht gut weggesteckt. Es wird weiter an dem langfristigen Turnaround gebastelt.

Die Aktie des Kesselwagen-Unternehmens VTG hat den kurzfristigen Abwärtstrend nach oben durchbrochen und es hat sich bereits ein kleiner Aufwärtstrend etabliert.

Medigene hat nun gut 60 Prozent des vorangegangenen Anstiegs korrigiert. Laut Fibonacci reicht das.

Bildquelle: Börse Frankfurt [bearbeitet]

 


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