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Öl schmiert die Stimmung // Deutsche Bank, Ströer, Adidas, Wacker Chemie, DAX, Yen, Japan, Fed, USA

by • 28. April 2016 • MarketwatchComments (0)1439

Ein sogenanntes One-Day-Reversal im DAX. Das heißt: Im Minus gestartet und dann doch noch ins Plus gerettet. Das sieht man gerne als Börsianer, auch weil es ein Zeichen von Marktstärke ist. Zunächst hatte die japanische Notenbank verstimmt, von der man eigentlich angenommen hatte, sie würde noch mehr Geld in die Märkte fließen lassen. Hat sie aber überraschender Weise nicht getan. Sie hielt sich zurück mit Negativzinsen und weiteren Käufen von Anleihen und wartet – wie auch die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) – erstmal ab. Dabei ist es um Nippons Wirtschaft nach wie vor nicht sonderlich gut bestellt. Das Wachstum lahmt und von Inflation ist auch nichts zu spüren. Was bleibt ist die hartnäckige Yen-Stärke (gegenüber dem Dollar), welche die Bank von Japan so gar nicht schätzt, weil dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Industrie sinkt. Die ausgebliebene Lockerung hat diesen Trend noch einmal verschärft. Das Warten auf noch mehr Geld geht somit weiter in Nippon.

Recht getan hat wohl auch Fed-Chefin Janet Yellen nicht die Leitzinsen in den USA anzuheben. Im ersten Quartal wuchs die Wirtschaft dort nur um 0,5 Prozent. Aufschwung hat andere Zahlen. Man wird sehen, ob das mit einer Leitzinserhöhung in den USA in diesem Jahr überhaupt noch etwas wird, wenn es bei der Wirtschaftsschwäche bleibt.

Ein wenig Hoffnung auf eine Konjunkturaufhellung macht der Öl-Preis, der weiter steigt und wo sich inzwischen ein flacher Aufwärtstrend herausgebildet hat.

Eine Überraschung gab es dann noch von der Deutschen Bank. Dort hatte eigentlich jeder mit einem Verlust im ersten Quartal gerechnet. Es ist dann doch ein Gewinn geworden. Mehr dazu hier.


Gute News auch von Ströer, die sich derzeit Attacken von Hedgefonds (Short-Sellern) ausgesetzt sehen. [Mehr dazu hier.] Der Außenwerber hebt seine Prognose nach einem „äußerst zufrieden Start in das aktuelle Geschäftsjahr“ an: „Wir rechnen mit mehr als 280 Millionen Euro Operational Ebitda für das Gesamtjahr 2016“, sagt Udo Müller, CEO von Ströer. Die Aktie bleibt allerdings im Minus.

Wacker Chemie hebt die Jahresprognose für das operative Ergebnis an. Der Aktien-Kurs verbessert sich um 5 Prozent. Charttechnisch hat sich nun eine etwas schiefe Schulter-Kopf-Schulter-Formation herausgebildet, die eher für steigende Kurse spricht. Mehr dazu hier.

Die Adidas-Aktie hat jüngst kräftig zugelegt. Der Sportartikelgigant Adidas hatte extrem starke Zahlen für das erste Quartal vorgelegt – Umsatz und Ertrag lagen deutlich über den Schätzungen und auch noch die Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Heute ging es etwas rückwärts. Charttechnisch sieht es kurzfristig nach einem Shooting-Star aus. Mehr zu Adidas und einem attraktiven Bonus-Zertifikat hier.

 


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