Lanxess, Aktie, Chemie

Lanxess-Aktie // Viel Unsicherheit trotz Zukäufe von Warren Buffett

by • 28. März 2018 • Anlagevisionen, Feature, Zertifikate_ProdukteComments (1)1503

Bei Lanxess deuten viele Indikatoren darauf hin, dass das Geschäft hervorragend läuft. So sorgt die ungebrochene deutsche Exportstärke für gute Absätze beim Spezialchemiekonzern. Und auch die Übernahme des US-Unternehmens Chemtura dürfte auch im laufenden Jahr zu einem Rekordergebnis beitragen. Dies war auch 2017 schon so. Hier erwirtschaftete Lanxess ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Ebitda) von 1,3 Milliarden Euro, was einem Plus von rund 30 Prozent entsprach.

Trotzdem geriet die Lanxess-Aktie (547040) zuletzt deutlicher unter Druck. Zunächst gibt es dabei Unsicherheiten zur weiteren Vorgehensweise beim Kautschuk-Gemeinschaftsunternehmen Arlanxeo. Dieses Joint Venture soll ab dem zweiten Quartal als nicht-fortgeführtes Geschäft ausgewiesen werden, wie die Kölner bereits offiziell mitteilten. Eine mittelfristige Trennung scheint also vorprogrammiert, obwohl die Besitzverhältnisse bis 2021 unverändert bleiben sollen. Zudem blieb Lanxess eine detaillierte Ergebnisprognose bislang schuldig, sie soll mit den Q1-Zahlen folgen, die erst im Mai zur Veröffentlichung anstehen.

Genau diese Unsicherheiten mag die Börse nicht. Da hilft es auch nicht, dass die zu Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway zählende Rückversicherung General Re vor dem Jahresende ihren Anteil von drei auf mehr als fünf Prozent ausgebaut hat. Charttechnisch muss nun die Unterstützung im Bereich von 56/57 Euro halten, sonst droht von dieser Betrachtungsweise weiteres Ungemach. Fundamental ist der Titel mit einem KGV von 14 und einer Dividenden-Rendite von 1,6 Prozent aber attraktiv. Hilfreich wäre es daher, wenn das Team um CEO Matthias Zachert, der den Konzern aus einer tiefen Krise führte, seine Prognosen früher als geplant vermeldet. Bis dahin bleiben Engagements risikofreudigen Anlegern vorbehalten.

Gut ins Bild passt hingegen ein Bonus-Zertifikat mit Cap von der Deutschen Bank (DM2FCD). Es bringt maximal 9 Prozent (12 Prozent p.a.), wenn die Lanxess-Aktie bis zum 21. Dezember 2018 stets über 45 Euro (Abstand: 26,3 Prozent) verweilt. Gelingt dies nicht, tilgen die Blauen in Cash entsprechend dem dann gültigen Aktienkurs.

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Lanxess-Aktie (Wochenchart): Seitwärts- und Aufwärtstrend in Gefahr

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Bildquelle: Lanxess

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