Fielmann, Aktie, Brille

Fielmann Aktie // Stein macht Brille kaputt

by • 27. Oktober 2016 • AktienvisionenComments (1)2650

Was ist denn da los! Seit rund einer Woche fällt die Fielmann-Aktie wie ein Stein. Dabei gibt es vom Unternehmen bislang keinerlei neue Nachrichten. Und auch die aktuell am Markt kursierenden Analystenstudien lassen den Sturz von Kursen um 75 Euro auf ein aktuelles Niveau bei 66 Euro nicht erklären. Einziges Argument für fallende Kurse wären schwache Quartalszahlen. Die Daten zum dritten Quartal kommen aber erst in der kommenden Woche – genau am 3. November 2016 – wie dem Finanzkalender des Brillen-Spezialisten zu entnehmen ist. Und zuumindest eine Fielmann-Filiale war sehr gut besucht, wie der Schreiber dieser Zeilen erst kürzlich selbst feststellen durfte.

Somit kann es nun sein, dass bereits vorab einige Details dieser Daten auf irgendeinem Weg einige Marktteilnehmer erreicht hat. Oder es ist die Furcht der Anleger vor den Daten. Am Kapitalmarkt wird derlei Ding dann als Gewinnmitnahmen im Vorfeld von Zahlen definiert. Beides halten wir aber für unwahrscheinlich. Denn im August, also bei der Vorlage der Q2-Zahlen, kam es zu keinerlei solchen Verwerfungen. Und Fielmann glänzte dabei auch mit einem zweistelligen Gewinnplus.

In jedem Fall wäre es hochriskant nun in die Aktie (577220) direkt zu investieren. Denn einerseits können tatsächlich schlechte Daten kommen, anderseits ist der Wert charttechnisch stark angeschlagen. Und zu guter Letzt war die Aktie tatsächlich zuletzt sehr gut gelaufen: Sie liegt auf Sicht von zwölf Monaten noch immer rund sechs Prozent im Plus.

Allerdings sorgt die heftige Korrektur für sehr attraktive Konditionen bei Discount-Zertifikaten. Dies lässt sich an einem Rabatt-Papier der Commerzbank, welches bis Juni 2017 läuft, perfekt ablesen. Der Cap liegt bei 65 Euro (CD3ZR2) und damit sogar noch knapp unter dem aktuellen Niveau der Aktie. Geht das Fielmann-Papier nun zum Laufzeitende tatsächlich mindestens bei 65 Euro durchs Ziel, erzielen Anleger eine attraktive Maximalrendite von 7,4 Prozent oder 12,5 Prozent p.a. Klappt dies nicht, ist dies kein Beinbruch. Denn dann erhält der Anleger die pro Zertifikat eine Aktie ins Depot gebucht. Diese hat er dann zum aktuellen Zertifikate-Kurs von 60,50 Euro erworben. Dies entspricht einem Rabatt gegenüber dem Kauf der Aktie zum jetzigen Zeitpunkt von 8,1 Prozent. Wichtig: Die nächste HV und der Dividenden-Abschlag sind erst am 15. beziehungsweise 16. Juli. Käufer des Discounters der Commerzbank müssen hierauf also nicht achten.


Fielmann-Aktie: steil abwärts, unter 200-Tage-Durchschnittslinie

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Bildquelle: Fielmann [bearbeitet]

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