Tiefstzinskartell

by • 27. August 2010 • PlusvisionenComments (1)831

In Konrad Hummlers famosen neuen Anlagekommentar 272 geht es richtig zur Sache. Ausgangspunkt ist die Frage: Warum ist Geld nichts mehr wert beziehungsweise warum bringt Kapital keine Renditen mehr? Konrad Hummler macht als Grund tiefgreifende strukturelle Probleme bei den großen Industriestaaten aus, wie eine extrem stimulierende Geld- und Fiskalpolitik, Quantitative Easing und etwa die Abkehr von einer Exit-Strategie zur Beendigung des Quantitative Easing. Er vermutet auch, dass sich unter der Führung des Dollars, gemeinsam mit dem Yen und dem Euro ein Art Tiefstzinskartell gebildet habe.

Seine Vorhersage lautet deshalb, dass sich die Gewichte aufgrund der von den entwickelten Nationen und Staatengemeinschaften gewählten Wirtschaftspolitik viel rascher als gedacht in Richtung der aufstrebenden Regionen der Welt verschieben. Was dann noch übrigbleibt, ist Geriatrie.
Seine Anlageempfehlung: Breit diversifiziert vermögen uns Aktienanlagen (das heisst „taugliche reale Projekte“) deshalb nach wie vor mehr zu überzeugen als garantiert renditelose Nominalwerte von maroden Staatsschuldnern.


Den kompletten Kommentar findet man hier


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One Response to Tiefstzinskartell

  1. “Die Ursache für das Sinken des Zinsfußes wird vorzüglich darin gefunden, daß die besonders rentablen Kapitalanlagen großen Maßstabes heute erschöpft sind und nur Unternehmungen von geringer Ergiebigkeit übrig bleiben. …Nur ein allgemeiner europäischer Krieg könnte dieser Entwicklung Halt gebieten durch die ungeheure Kapitalzerstörung, welche er bedeutet.”

    (Aus der Zeitschrift des Sparkassenverbandes, 1891)

    Weil der Krieg nur solange der Vater aller Dinge sein konnte, wie es noch keine Atomwaffen gab, haben die Großsparer dieser untergehenden Welt sich zu entscheiden. Sie können entweder alles verlieren,…

    http://www.deweles.de/files/armageddon.pdf

    …oder dürfen ihre geliebten Ersparnisse sicher und mit gutem Gewissen behalten, wenn sie nur auf die Möglichkeit verzichten, weiterhin unverdiente Knappheitsgewinne (Geld-, Sach- und Bodenzins) auf Kosten der Mehrarbeit anderer zu erpressen. Als Gegenleistung gibt es eine Welt, in der man sogar leben kann:

    http://www.deweles.de/files/anww194.pdf

    Was die “hohe Politik” dazu sagt, ist irrelevant, denn sie macht nur das, was die organisierte Sparsamkeit ihr befiehlt.

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