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BASF-Aktie // Solide ist der Börse nicht genug

by • 27. Juli 2018 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (1)608

Mit den Worten „solides Mengenwachstum“ beginnt die heute versendete Pressemitteilung des BASF-Konzerns, die Informationen zum zweiten Quartal liefert. Danach war klar, dass die Aktie erst einmal nachgeben wird. Denn solide ist im aktuellen Börsenumfeld nicht gut genug. Und so kam es wie vorhergesehen: Kurz nach der Eröffnung ist BASF (BASF11) mit einem Minus von rund drei Prozent knapp unter 82 Euro abgerutscht.

Wirklich Grund zur Sorge gibt es aber nicht. Denn die Ludwigshafener haben die Analystenerwartungen trotzdem in etwa erreicht. So stieg der Umsatz um rund drei Prozent auf 16,8 Milliarden Euro und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um etwa fünf Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Wäre da nicht der böse und starke Euro, wären die Daten sogar noch einen Schnaps besser ausgefallen. Damit stellt BASF erneut unter Beweis, dass es ein hochprofitables Unternehmen ist.

Trotzdem traut sich der neue Vorstandschef Martin Brudermüller noch nicht, die Prognose für das Gesamtjahr zu erhöhen. Dies sind wohl vor allem Vorsichtsmaßnahmen, denn Brudermüller, er st seit Mai an der Konzernspitze, will in seinem ersten Jahr nicht enttäuschen – es gibt für ein global aufgestelltes Unternehmen derzeit genug Risiken. Zu erwähnen ist hier nur die unberechenbare US-Politik, trotz der aktuellen Abkühlung des Zoll-Streits. Wir sehen in der BASF-Aktie (BASF11) daher weiterhin ein klassisches Basisinvestment für ein Aktiendepot: Der Titel ist mit einem KGV von zwölf und einer Dividenden-Rendite von 3,8 Prozent noch immer attraktiv bewertet.

Mit Blick auf die hohe Dividenden-Rendite bieten sich aber auch Investments an, die eine attraktive Seitwärtsrendite abwerfen. Unser Favorit ist ein Bonus-Zertifikat mit Cap auf BASF von der HVB (HX2D21). Es bringt maximal 7,5 Prozent (17,1 Prozent p.a.), wenn die BASF-Aktie bis 21. Dezember 2018 über der Barriere bei 65 Euro (Abstand rund 20 Prozent) verweilt. Da das Papier schon Aufgeld aufgebaut hat, sollte ein Barrierebruch unbedingt vermieden werden, wir empfehlen daher ein Glattstellen der Position, wenn die BASF-Aktie unter 70 Euro rutscht. Denn der Emittent tilgt bei einem Schwelleneinbruch mit Lieferung der Aktie.

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Bildquelle: BASF

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