Marketwatch // DAX : Euro : Grexit : Bund Future : Fed : Yellen : Regling : Deutsche Telekom : Commerzbank : Allinaz : Eon : Südzucker : Medigene : Gold

by • 27. Mai 2015 • MarketwatchComments (0)1230

270515 // Es ist ein wenig ein Tag zum Gähnen an der Börse. Der DAX bewegt sich bislang kaum von der Stelle. Irgendwie scheint noch die Griechenland-Sache und auch die Spanien-Wahl im Magen zu liegen. Gerade was Griechenland angeht, bietet die Politbühne zurzeit wieder ein schönes Schauspiel. Die einen sagen, dass die Zeit knapp werde (Rettungsschirm-Chef Klaus Regling) und sich Griechenland doch nun endlich am Riemen reißen solle und die anderen warnen vor einer Kettenreaktion und dass Griechenland und seine Gläubiger ihre Anstrengungen verdoppeln müssten, damit die nächsten Zahlungen von Griechenland geleistet werden können (US-Finanzminister Jack Lew). Das klingt fast so, als sollten die Gläubiger aus US-Sicht doppelt verzichten. Man wird eine Lösungen finden, davon bin ich überzeugt, weil alles andere in der Tat eine Katastrophe wäre, für Griechenland und die Eurozone. Man muss die Griechen nun halt durchschleppen.

Der Euro macht sich gegenüber dem Dollar wieder klein. Er fällt auf unter 1,09 Dollar. EZB-Chef Mario Draghi dürfte darüber nach wie vor nicht sehr unglücklich sein, da ein niedriger Euro immer auch ein Konjunkturprogramm für die Exportindustrie der Eurozone ist – zudem wird dadurch Inflation importiert, was auch gewünscht ist.

Was in beim Thema Griechenland auch beruhigt ist der Gold-Preis. Er zeigt keinerlei Symptome einer Krise. Im Gegenteil, er fällt, was auch damit zusammenhängen mag, dass Fed-Chefin Janet Yellen nun eine Leitzinserhöhung in diesem Jahr für „angemessen“ hält.

Man traut sich nach dem Crash auch wieder in Bundesanleihen. Der Bund Future legt leicht zu. Oder ist es eine kleine Flucht wegen Griechenland?


Gute Nachrichten gibt es vom GfK Konsumklima. Die Deutschen kaufen ungebrochen. „Die Stimmung der Verbraucher entwickelt sich im Mai weiterhin uneinheitlich. Das Konsumklima legt leicht zu. Für Juni prognostiziert der Gesamtindikator 10,2 Punkte nach 10,1 Zählern im Mai. Die sehr robuste Binnennachfrage in Deutschland und die niedrige Inflationsrate lassen sowohl die Konjunkturerwartung wie auch die Anschaffungsneigung wieder etwas ansteigen.“

Finanztitel wie Allianz, Commerzbank und Deutsche Bank wirken nach den gestrigen merklichen Kursrückgängen noch immer etwas unentschlossen.

Die Versorger Eon und RWE knabbern weiter an der Spanien-Wahl.

Die T-Aktie profitiert etwas von einer Kaufempfehlung.

Medigene bleibt im Abwärtstrend und verliert knapp 5 Prozent.

Nach dem rund 40-Prozent-Anstieg konsolidiert die Aktie von Südzucker.

Bildquelle: Fed [bearbeitet]

 


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